Alsdorf - „Kunst für Alsdorf“: Elementebaum ziert das Energeticon-Gelände

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„Kunst für Alsdorf“: Elementebaum ziert das Energeticon-Gelände

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Der Künstler und sein Werk: Egidius Knops hat den „Elementebaum“ geschaffen. Foto: Wolfgang Sevenich

Alsdorf. Es war das Fest vor dem Fest: Vier Tage vor der Eröffnung des Energeticon in Alsdorf übergaben Vertreter des Kunstvereins und der Stadt den „Elementebaum“ des in Potsdam lebenden niederländischen Bildhauers Egidius Knops der Öffentlichkeit.

Rund vier Meter hoch und in der „Krone“ des aus etwa 60 Metall-Elementen baumartig zusammengesetzten Skulptur von bunten Plexiglas-Scheiben wie von Blättern gekrönt, stellt das Werk vor der Terrasse des neuen Museumsrestaurants „Eduard“ ein unübersehbares Symbol für die Anwesenheit der Kunst inmitten der monumentalen Dokumente von Industriekultur dar.

Sie ist vielen Alsdorfern wichtig, diese Präsenz einer kreativen Energie. Darum kamen viele Bürger zur Feierstunde. Denn die Schöpfung von Knops, der aus dem grenznahen Ort Simpelveld stammt, setzt ein Zeichen dafür, wie die Menschen, die dem Energeticon Leben und Gestalt geben, das Alte bewahren und dabei immer das Neue im Blick behalten. Zugleich konfrontiert dieser Baum das Zweckbestimmte der Industriekultur mit einer Kunst weitab jeder kommerzieller Verwertbarkeit.

Bürgermeister Alfred Sonders war, wie er in seiner Rede bekannte, den Zuhörern „im Vorfeld der Eröffnung das Energeticon ans Herz zu legen“. Er rief sein Publikum auf, das neue Museum anzunehmen: „Seien Sie Vorreiter!“ Projektleiterin Andrea Presl vom Kunstverein richtete die Aufmerksamkeit der Vernissage-Besucher auf die verbindende Funktion des Kunstwerks: „Der Baum ist ein Denkmal für den Blick in die Vergangenheit und ein Denkmal für den Blick in die Zukunft.“ Vor dem Wettstreit mit anderen Ausstellungsstätten ist es Presl auf keinen Fall bange, denn: „Der Elementebaum kann sich sehen lassen.“

In Gegenwart des Künstlers (Egidius Knops kurz und knapp zu seinem Werk und dessen Gestaltung: „Eine tolle Aufgabe“) kam die Projektleiterin zudem auf die Entstehungsphase der Skulptur, deren Urheber im Mai 2014 zum siebten Stipendiaten des Wettbewerbs „Kunst für Alsdorf“ gekürt worden war. „In Einzelteilen“ sei der Baum zuerst in Knops‘ Potsdamer Atelier geschaffen und dann in Alsdorf endgültig zusammengebaut worden – ein Projekt, das aus Mitteln der Kulturstiftung der Sparkasse Aachen unterstützt wurde.

Dabei habe, wie Presl ausführte, der Künstler „Erfahrung, Professionalität, Ruhe und Gelassenheit“ bewiesen. Der so Angesprochene blieb trotz der vielen lobenden Worte bescheiden. Schlicht, aber dafür mit großer Überzeugungskraft bekannte Egidius Knops: „Ich mache Kunst für die Öffentlichkeit, nicht für mich.“

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