Kunst aus Acryl: Ausstellung „From the Street to the Station“

Von: Rebecca Kiljan
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Ungewöhnlich: Graffitikünstler und Maler Matthes Straetmans, auch als Lazy65 bekannt, präsentiert seine neuste Ausstellung „From the Street to the Station.“ Foto: Rebecca Kiljan

Herzogenrath. Mit „From the Street to the Station“ ist eine etwas ungewöhnlichere Ausstellung im Forum für Kunst und Kultur in der Euregio, Bahnhofstraße 15, zu bestaunen. Matthes Straetmans, besser bekannt als Lazy65, Maler und Streetart-Künstler, präsentiert Graffitis und Installationen.

57 verschiedene Werke zeigen die Vielfalt des Künstlers. So fertigt Straetmans seine Graffitis neben dem bekannten Spray auch aus Acryl, Legosteinen, mit 3-D Markern oder Bügelperlen.

Bei der Eröffnung seiner Ausstellung wurden seine außergewöhnlichen Techniken auch von Dr. Josef Gülpers, Kunsthistoriker, hervorgehoben. : „‚Lazy65‘ zeigt eine Ausstellung die eher aus dem Rahmen des Traditionellen in der Kunst fällt. Die Werke werden Sie verwirren, aber auch erstaunen. Denn es wurde nicht mit traditionellen Materialien und Techniken gearbeitet. Doch gerade das zeigt, dass sich „Lazy65“ einen Teil seiner Kindheit und seines Spieltriebs bewahrt hat. Dennoch setzt er sich dabei kritisch mit seiner Umwelt auseinander.“

Aspekte seiner Werke sind unter anderem Comics, Musik und Politik. Diese Motive zu visualisieren braucht Zeit, wie Straetmans erklärt „Teilweise sitze ich jahrelang an einem Bild. Mein ‚Ministeck Lazy Panzer‘ zeigt den Einmarsch der Amerikaner in den Irak-Krieg. Es hat vier Jahre gedauert, bis ich jeden einzelnen Mosaik-Stecker an seinen Platz gebracht habe. Zwischendurch habe ich ein Jahr pausiert, da ich die Stecker nicht mehr sehen konnte.“

Doch auch, wenn seine Arbeit Zeit braucht, Matthes Straetmans, weiß was er tut. Der Künstler hat ein Diplom in Design von der Fachhochschule Aachen und lebt seit 1995 Streetart und die freie Malerei aus. In vier verschiedenen Einzelausstellungen konnte er seine Werke bereits zeigen. Zudem war er auch Teil zahlreicher Gruppenausstellungen, die sogar im Tokyo Metropolitan Art Museum, in Japan, zu sehen waren.

Straetmans stellt nicht nur aus, sondern setzt sich auch für legal besprühbare Wände ein, damit jugendliche Sprayer nicht in die Illegalität getrieben werden. 2009 hatte er mit seinem Sprayerkollegen Lars Kesseler auf die Schließung der letzten vier legal besprühbaren Wände in Aachen aufmerksam gemacht. Heute sprüht „Lazy65“ hauptsächlich auf Leinwände. Wie er dabei vorgeht, zeigte er den Kunstinteressierten auf seiner Vernissage. Mit Farbe in den Händen und Schutzfolie auf dem Boden wurde das Publikum Zeuge von der Erschaffung eines Graffitis.

Die Ausstellung „From the Street to the Station“ kann noch bis Samstag, 31. Oktober, besucht werden. Von dienstags bis samstags jeweils von 15 bis 18 Uhr ist das Forum geöffnet.

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