Kulturzentrum der Burg: Trio „Lagerfeuer“ heizt Publikum ein

Von: mas
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„Hey, ab in den Süden“ sangen die Musiker des Trios „Lagerfeuer“an einem usseligen Novemberabend in Baesweiler. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. „Oh Mamma Mia, Mamma Mia, let me go“, dröhnt es im ehrwürdigen Gemäuer der Alten Scheune. „Queen“-Fans wissen, wo man ist. Mitten in der Kurzrock-Oper „Bohemian Rhapsody“. Der Superhit ist auch ein, vielleicht „das“ Markenzeichen der Band „Lagerfeuer-Trio“. Sucht man nach einer pauschalen Beschreibung, was denn diesen regionalen Top-Aufsteiger ausmacht, dann ist es diese Hymne.

Von Queen nie selbst live aufgeführt, reißen Bernd Weiss, Yann le Roux und Heiko Wätjen ihr Publikum derart mit, dass ein Gänsehaut-Schauer den anderen ablöst. Bei allen.

Große Begeisterung

„Lagerfeuer“ (Bernd Weiss: „Das hat nun ganz und gar nichts mit Pfadfindern zu tun“) traten Freitagabend im Kulturzentrum der Burg in Baesweiler auf. Das Publikum musste sich an diese stilistisch doch ungewöhnliche Musik zunächst etwas gewöhnen. Bis alle Dämme brachen und nur noch Begeisterung in die „Alte Scheune“ gespült wurde.

Mit Akustik-Instrumenten und bemerkenswerten Stimmen interpretieren Bernd Weiss (Gitarre/Gesang) Heiko Wätjen (Kontrabass/Gesang) und Yann Le Roux (Cajon/Gesang).Welthits, aber sie boten auch einige selbst geschriebene Songs ihres aktuellen Albums. „Du bist einfach nicht mein Typ“, „Auswärtsspiel“ oder der bereits im Radio vorgestellte Song „Das ist nicht fair“ belegen, dass die drei Musiker auch mit Eigenkompositionen kräftig punkten.

Um der Party einen ganz eigenen und feinen Anstrich zu geben, hatte das Trio exzellent in der Hitkiste gekramt. Über zweieinhalb Stunden tischten sie ihr Bestsellermenü auf, dass in zehn Jahren des Band-Bestehens sehr reichhaltig geworden ist.

Das mit einem Club-Konzert vergleichbare Event lebte unter anderen von Michael Jacksons „Thriller“. Die „Lagerfeuer“-Version erklang in einem Hilly-Billy-Muster. Bernd Weiß hatte die Lacher auf seiner Seite: „Ich bin immer verärgert wenn ich merke, den Song haben andere vor uns schon erfunden“.

Auch in die Baesweiler Party packen sie ihre ganze Erfahrung aus 500 Konzerten hinein. Ohne auch nur einen Moment in Routine zu erstarren. Frisch, frech, peppig, sympathisch holen sie America (A Horse with No Name), Soft Cell (Tainted Love) oder The Clash (Should I Stay, Or Should I Go) zum Mitklatschen und Tanzen heraus.

Später gibt’s Hörerwünsche, die sofort erfüllt werden und auch Beatles- („Yellow Submarine) oder Reinhard-Meys Anhänger („Über den Wolken“) dürfen sich über alte Weisen in neuen, mitreißenden Interpretationen freuen. Das große und schwer gefeierte Highlight lautete „Hey Jude“. Insgesamt loderte es 150 Minuten wie bei einem riesigen Martinsfeuer . . .

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