Würselen - Kulturstiftung Würselen zeigt Karikaturen zum Ersten Weltkrieg

Kulturstiftung Würselen zeigt Karikaturen zum Ersten Weltkrieg

Letzte Aktualisierung:

Würselen. Humor kann eine Waffe sein. Der Einfluss der Karikaturen während des Ersten Weltkriegs war groß. Zu dieser Zeit gab es kein Fernsehen, kein Internet und keine sozialen Netzwerke. Es waren Karikaturen und andere spöttische Zeichnungen, die die öffentliche Meinung beeinflusst und geformt haben.

Die Kulturstiftung Würselen zeigt eine Ausstellung internationaler Karikaturisten mit Zeichnungen zum Ersten Weltkrieg. Diese zeichnerischen Auseinandersetzungen sind authentisch, weil sie nicht später, sondern während des Krieges entstanden sind. Die Ausstellung gibt keinen historischen Überblick. Die Zeichnungen ermöglichen vielmehr, sich in diese grausamen Kriegsjahre hineinzudenken.

Die Zeichnungen dieser Zeit basieren auf Stereotypen und sind mitunter gewollt verletzend. Es herrscht Krieg. Die englische Kultur wird lächerlich gemacht, die Deutschen sind „Würstchenfresser“ und die afrikanischen und asiatischen Soldaten werden als Untermenschen abgetan.

Systematisch werden die Siege groß gefeiert und die Niederlagen verschwiegen, der Feind wird als Barbar und die siegreichen Truppen als Helden dargestellt.

Zu den bekannten Karikaturisten jener Zeit zählen: Alberto Martini (Italien), George van Raemdonck (Belgien), Bruce Bairnsfather (Großbritannien), Louis Raemaekers Q.(Niederlande), Albert Pieter Hahn (Niederlande), Giuseppe Scalarini (Italien) und Olaf Gulbransson Q. (Norwegen).

Die 200 Werke umfassende Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Erwachsenenbildungsorganisation KAP – Kulturelle Aktion und Präsenz (Deutschsprachige Gemeinschaft Belgien), La Maison du Tourisme des Ardennes Brabangonnes (Wavre/Wallonie), dem Centre Culturel de Welkenraedt und dem European Cartoon Center aus Kruishoutem (Flandern) statt und ist vom 6. bis zum 26. Februar im Kulturzentrum Alten Rathaus in Würselen, Kaiserstraße 36, zu sehen.

Die Vernissage beginnt am 6. Februar um 19 Uhr. Die Kulturstiftung dankt den belgischen Nachbarn und Freunden ausdrücklich für die Möglichkeit, sich an dieser grenzüberschreitenden Ausstellung beteiligen zu können.

Es sei ein großes Glück, dass man heute über die Grenzen hinweg diesen grausamen Krieg dokumentieren kann in der verbindenden Gemeinsamkeit, die Erinnerung daran wach zu halten und gleichzeitig alles zu tun, damit so etwas nie wieder passiert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert