Würselen - Kulturforum: „Vier plus ein Jazzer“ swingen wie Benny Goodmann

Kulturforum: „Vier plus ein Jazzer“ swingen wie Benny Goodmann

Von: ehg
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Dreikönigskonzert des Kulturforums Würselen: Das Herbert-Leuchter Quintett begeisterte das Publikum im Alten Rathaus. Foto: W. Sevenich

Würselen. Eine wunderschöne Hommage an den populärsten Protagonisten des Swing, des 1986 in New York-City verstorbenen Benny Goodman war das Neujahrskonzert des Kulturforums (KuFo) im Alten Rathaus, dessen Saal bis auf den allerletzten Platz „ausgebucht“ war. So groß war der Ansturm auf die Eintrittskarten, dass – leider – nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten.

Der Magnet war das Jazz-Quartett Swing.it plus Johannes Flamm an der Klarinette, die mit ihrem brillant arrangierten Jazz den „King of Swing“ nicht nur bei seinen Fans zu einem neuen musikalischen Leben erweckten. Ob des furiosen Starts ins neue Jahre gerieten am Ende mit dem KuFo-Vorsitzenden ausnahmslos alle Besucher ins Schwärmen.

Nicht nur der Gast brillierte auf seiner Klarinette. Vielmehr wuchsen auch Saxophonist und Bandleader Heribert Leuchter, Pianist Gero Körner, Schlagzeuger Steffen Thormählen und Bassist Manfred Hilgers vor lauter Spielfreude über sich hinaus. Angesichts des eigenen Spaßes an der Goodman-Musik wundert es nicht, dass der Funke rasch auf die Konzertbesucher übersprang. Dabei demonstrierte der Klarinettist eindrucksvoll, wie der „King of Swing“ mit „seinem“ Instrument zu seiner Zeit Maßstäbe gesetzt hatte, sowohl als Leader eines Sextetts als auch einer Bigband.

Mit Flamm reizten auch die übrigen vier Jazzer technisch-versiert die Klangfarben ihrer Instrumente aus. Vor allem lebten sie sich bei ihren stets mit spontanen Beifallsbekundungen bedachten Improvisationen in vollen Zügen aus, bisweilen auch mit einem Schelm im musikalischen Ärmel. Auch ihre leisen Töne waren stimmig. Es wechselten Ohrwürmer und weniger bekannte Stücke aus den 1930er und 1940er Jahren der amerikanischen Musikszene einander ab.

Viele Seiten des Goodman-Jazz wurden brillant aufgeblättert. Schade war nur, dass – so Heribert Leuchter – bei einigen Stücken der Platz zum „Tänzchen“ fehlte. Mehr als einmal bewiesen die „Vier plus eins Jazzer“, dass sie keine Kinder von Traurigkeit sind.

Überhaupt ließen sie ihren Gefühlen das eine oder andere Mal freien Lauf, wodurch die Authentizität ihrer Darstellungskünste nur noch unterstrichen wurde. Für alle Besucher ein jazziger Genuss vom Feinsten!

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