Würselen - Kulturelle Akzente über Würselen hinaus gesetzt

Kulturelle Akzente über Würselen hinaus gesetzt

Von: ehg
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Ein excellenter Kenner und Könner seines Fachs: Kantor a.D. Richard Klein wird 80. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Kantor a. D. Richard Klein, ein Kirchen- und Kammermusiker par excellence, vollendet heute, 20. Dezember, sein 80. Lebensjahr. Obwohl er mittlerweile seinem Alter Tribut zollen muss, ist er immer noch aktiv. Da ist es keine Frage, dass er am ersten Weihnachtstag im Hirtenamt in der Pfarrkirche St. Sebastian Pfarrer Peter Kremer musikalisch begleiten wird.

Immer noch steht er – auch außerhalb seiner Heimatpfarrei – zur Verfügung, „wenn ich gebraucht werde“. Seit zwei Jahren spielt er montags um 10 Uhr im Aachener Dom beim Gottesdienst die Orgel. Auch mit 80 Jahren hat der in Aachen geborene waschechte Würselener nicht über Langeweile zu klagen.

Richard Klein studierte Chor- und Orchesterleitung, aber auch Kirchenmusik erst am Gregoriushaus in Aachen und dann an der Staatlichen Musikschule in Köln. Bevor er 1965 an St. Sebastian in Würselen in die Fußstapfen seines Vaters trat, der ihm ein großes Erbe hinterlassen und unter dem er schon als zweiter Organist am Spieltisch im „Dom“ gesessen hatte , wirkte er zehn Jahre an Pfarren in Köln. „In den ersten Jahren dirigierte ich sieben Chöre in der Woche in und rund um Köln“, erinnert sich das Geburtstagskind. Bei den Männerchören sei er groß geworden.

Mit dem Kirchenchor St. Sebastian feierte Richard Klein seine größten kirchenmusikalischen Erfolge. Das Highlight schlechthin war die Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit 40-köpfigem Aachener Sinfonieorchester und Solisten. „1000 Besucher wurden gezählt“, freut sich der Kantor a. D. heute noch riesig. Zu den herausragenden aufgeführten Werken zählen auch der „Messias“ von Georg Friedrich Händel und das Requiem von Anton Bruckner.

Für neue Orgel eingesetzt

Auch außerhalb des Kirchenraumes setzte der heute 80-Jährige kulturelle Akzente in Würselen. Die Gründung des Kulturforums (KuFo) war 1987 seine Idee, dessen erster Vorsitzender er geraume Zeit war.

30 Jahre lang leitete er den von ihm gegründeten Kammermusikkreis, das heute von Julia Prinsen-Freneberg dirigierte Kammerorchester der Stadt Würselen. Beim jüngsten Konzert in der VR-Bank saß Richard Klein noch am Cembalo. Musiker für das Orchester heuerte er seinerzeit an, indem er junge Studenten in Aachen auf der Straße ansprach. Und dann ist da auch noch „sein“ Quintett, mit dem er seit Jahren schon kammermusikalisch unterwegs ist. „Weil die Ansprüche, die ich selbst an mich stelle, nicht mehr erfüllt werden, werde ich in Zukunft nichts Professionelles mehr machen“, denkt Richard Klein ans Aufhören.

In einem Atemzug erwähnt er, dass er Silvester mit dem Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Broichweiden den Gottesdienst in der Kirche in Roetgen gestalten werde. Auch mit ihm war und ist er von Zeit zu Zeit in Sachen Kirchenmusik „auf Tour“. Für die neue Orgel an St. Sebastian rührte auch er fleißig die Werbetrommel. „Dass sich dieser Wunsch erfüllen würde, daran habe ich nicht geglaubt.“

Richard Klein hat ob seines erfüllten musikalischen Lebens viele gute Gründe zum Feiern. Ab 18 Uhr werden ihm in der Pfarrkirche St. Pius X. der Kirchenchor unter Kantorin Ulrike Botzet, das Kammerorchester und „sein“ Quintett“ musikalisch ihre Aufwartung machen.

Zu den vielen Gratulanten werden seine Kinder und Schwiegerkinder sowie seine drei Enkelkinder zählen. Enkelsohn Gero wird ihm auf der Trompete ein Ständchen bringen.

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