Alsdorf - „Kulturagentin” zu Gast im Klassenzimmer

„Kulturagentin” zu Gast im Klassenzimmer

Von: Stefan Schaum
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Menschenpyramiden und Perücke
Menschenpyramiden und Perücken für die Theaterbühne sowie zahlreiche Schülerbands: Die Gesamtschüler sind kulturell vielfältig unterwegs. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Dass sich in einem Literaturkurs Jugendliche auf die Theateraufführung vorbereiten, dass in Schulkellern Schülerbands proben und Kinder im Kunstunterricht zum Pinsel greifen, ist im Lernalltag keine Besonderheit.

Dass die kulturellen Angebote einer Schule aber miteinander vernetzt werden, dass sie öffentlich präsentiert und auch auf andere Fächer ausgedehnt werden, ist nicht alltäglich. Das soll sich ändern. So genannte „Kulturagenten” sollen die künstlerischen Bereiche in Schulen in NRW stärken. Die Alsdorfer Gustav-Heinemann-Gesamtschule ist eine von 30 Schulen landesweit, die es in das Modellprogramm geschafft hat.

In dem von der Mercator-Stiftung und der Kulturstiftung des Bundes geförderten Programm ist für Alsdorf vorgesehen, dass Kulturagentin Monika Nordhausen einmal pro Woche die Schule besucht. Mit zwei Aachener Gesamtschulen bildet die Alsdorfer Lehranstalt dazu eine Einheit. „Wir werden uns künftig intensiv austauschen und sehen, wie die Schulen vom Angebot der jeweils anderen profitieren können”, sagt in Alsdorf die Kunstlehrerin Hilke Buch.

Die Schule könne bereits einiges vorweisen. Viele Chöre, Theater- und Musikgruppen gibt es dort. Sogar eine Bläser-AG, in der Schüler mit Tuba und Trompete hantieren. Diese Vielfalt ist das eine. Die Präsentation ist das andere. Hilke Buch: „Die Kulturagentin wird uns vor allem als eine Art Managerin begleiten, die mögliche neue Auftrittsorte für unsere Schüler erschließt und deren Präsentationen insgesamt professioneller inszeniert.”

Den Weg hin zu Museen, mit denen Schüler etwa bei Ausstellungen kooperieren können, könnte sie ebenfalls aufzeigen. „Auch Besuche im Museum und im Theater sollen in den Lernalltag der Schüler eingebaut werden. Der Umgang mit der Kunst kann sicher für ganz neue Denk- und Lernstrukturen sorgen”. In den nächsten Wochen und Monaten werden sich die Schüler kreativ ins Zeug legen. Damit die Kunst zum Mehrwert für alle in der Schule wird.

Das Kulturangebot der Gesamtschule soll auch beim Tag der offenen Tür Am Klött vorgestellt werden, der am Samstag, 19. November, von 10 bis 13 Uhr stattfindet.

Besucher können sich daneben ein Bild vom Unterricht, den Projektgruppen und AGs machen. Kinderbetreuung soll in einer Krabbelgruppe möglich sein.
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