„Kultur nach Acht”: Kabarettist Küster lästert gern und viel

Von: mas
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Lästern mit Lust: In dieser D
Lästern mit Lust: In dieser Disziplin ist Frank Küster eindeutig ein Schwergewicht. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Ein kurzer Trommelwirbel, das Anspielen der Einstiegsmelodie - und schon ist er mittendrin im Block der Aktualitäten. Kabarettist Frank Küster hat sich vor lauter Liebe zu seinen Baesweiler Freunden keine Sommerpause gegönnt.

Zur aktuellen Ausgabe der „Kultur nach Acht” wird Frank Küster hochgradig sportlich. Er hat sich die Bundesliga und die Olympischen Spiele vorgenommen.

„Mann, was ging mir die Franzi van Almsick auf die Lappen”, nimmt er die Kommentare der einstigen Superschwimmerin in den Fokus. Dazu swingt er ein bisschen wie Paulchen Kuhn an seinen besten Tagen, angetrieben von den beiden Musikern Andreas Hirschmann und Niklas Schneider.

Bei der Betrachtung der Bundesligastars bleibt Frank Küster ganz dicht an deren Körpern. Dadurch, „dass es die Spiele nun in Full-HD zu betrachten gibt, kann man sogar die Tattoos der Stars so deutlich sehen. Da sind ja selbst die Rechtschreibfehler ganz klar zu erkennen”.

Der Sommer sei gleich zweifach gegangen, schwenkt Frank Küster zu einem anderen Thema über. „Erst verabschiedete er sich meteorologisch, und dann in Person von Dr. Sommer, Chefaufklärer der ?Bravo.” Er war der Mann des dreifachen „P”, wird der Künstler ganz deutlich und zählt, „Pickel, Petting und Po. . .” auf.

Auch der IKEA-Katalog bekommt seinen Raum in der Abarbeitung der aktuellen Themen. Markus Söder, Bayerns Staatsminister für Finanzen hat ja „seinen eigenen Platz im IKEA-Angebot bekommen. Die haben extra einen Armleuchter namens Söder eingestellt. Und das gleich achtarmig”, lästert Küster. Dann gibt er eine Coverversion des Hits „An Tagen wie diesen” zum Besten. Er knöpft sich seine heranwachsenden Kinder vor und schreibt den Song um: „Mit Blagen wie diesen”.

Als „Open Spot” präsentiert Küster seinen Freund: „Der Obel”. Der hat seinen zweiten Auftritt in der Kulturreihe und stellt Teile seines aktuellen Programms „die Obelpackung” vor, das in Baesweiler so etwas wie eine Vorpremiere feiert. Zum ersten Mal in Baesweiler wird Matthias Reuter aus Oberhausen begrüßt. Der Kabarettist hat mehrere Preise abgeräumt. Matthias Reuter, das heißt Kabarett am Klavier.

Aber das Schunkeln ist nicht zwingend vorgegeben. Er stellt es frei. Matthias Reuter spürt den Schrecken des Alltags nach und dringt dabei in unerforschte Tiefen und Abgründe vor. Albern wird es nur nach Vorwarnung. Reuter: „Ich stand nach meinem Studium vor der Wahl - Taxifahrer oder Kabarettist zu werden. Leider konnte ich kein Auto fahren”.
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