Würselen - „Kulinarische Orgelnacht“: Konzertabend für alle Sinne

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„Kulinarische Orgelnacht“: Konzertabend für alle Sinne

Von: ehg
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Klangvolles und Kulinarisches: Der Kirchenchor St. Sebastian und der Ökumenische Chor Würselen konzertierten zum wiederholten Male gemeinsam. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Festliches Glockengeläut zu einer ungewohnten Zeit! Es lud zu einer „Kulinarischen Orgelnacht“ in den „Dom“ ein, wo der Kirchenchor St. Sebastian im Verein mit dem Ökumenischen Chor Würselen unter der Leitung der beiden Kantoren Ulrike Botzet und Volkmar Michl unter dem Motto „Very British“ einen Konzertabend für alle Sinne veranstalteten.

Es wurde nicht nur anspruchsvolle kirchenmusikalische Kost serviert. Vielmehr lief den ob des „Sauwetters“ unerwartet zahlreichen Besuchern das Wasser angesichts der von den Sängerinnen zubereiteten kulinarischen Kleinigkeiten das Wasser im Mund zusammen.

Nicht zu übersehen war der Bildvortrag von Luitger Schnuer, der mit englischer Orgelmusik unterlegt wurde. Neben den Aufnahmen von den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt London machte er Appetit auf Mehr durch die im Bild festgehaltenen landschaftlichen Schönheiten Cornwalls. Pfarrer Rainer Gattys hatte die Besucher und die Chormitglieder beider Konfessionen herzlich willkommen geheißen.

Ein voluminöser Klangkörper präsentierte sich, als zum „Entree“ beide Chöre vereint ihre Visitenkarte ablieferten. Es erklangen „I will sing with the Spirit“ des zeitgenössischen Komponisten John Rutter, das „Ave Verum“ des Repräsentanten der Romantik, Edward Elgar, und das „Ubi Caritas“ der 1953 in Oregon (USA) geborenen Audry Snyder.

Viel Beifall

Erste Bekanntschaft mit der englischen Orgelmusik des 18. Jahrhunderts machten die Konzertbesucher, als Ulrike Botzet einfühlsam „Voluntary in G“ von Henry Heron auf der Eule-Orgel intonierte. Weitere Kompositionen dieses Genres folgten: „Cornet Voluntary“ von George Berg und „Voluntary in G“ von John Stanley. Das außergewöhnliche Konzert lebte von den Kontrasten. Der Ökumenische Chor setzte sich mit Volkmar Michl am Klavier prächtig durch zeitgenössische Kirchenmusik in Szene.

„The Lord‘s Prayer“ von Alan Wilson, „I don‘t know how to love him“ von Andrew Lloyd-Webber und „A Claire Benediction“ von John Rutter gelangten voll tiefer religiöser Inbrunst zur Aufführung. Die ergriffenen Konzertbesucher spendeten dem Ökumenischen Chor reichlich Beifall. Der Kirchenchor St. Sebastian schlug unter Botzets Leitung einen weiten Bogen über verschiedene Epochen hinweg.

Als Repräsentanten des Barock kamen Jeremiah Clarke durch „Preiset froh den König“ und Georg Friedrich Händel durch das stimmgewaltige „Halleluja“ zu „Wort“. Gänsehautfeeling machte sich breit und anhaltender Beifall brandete auf. Rutters „The Peace of God“ war ein weiterer zeitgenössischer Lobpreis überschrieben. Gemeinsam zogen beide Chöre einen klangvollen Schlussstrich. Sie brachten das „Te Deum“ von Charles Villiers Standford zu Gehör.

Beeindruckende Klangfülle

Mit „Music for die Queen of Instruments“ lotete Kantorin Ulrike Botzet nach der Stärkung am Büffet in vielen verschiedenen Variationen deren Klangfülle und -schönheit aus. „Very British“ mit Kompositionen von Paul Bryan und John Stanley über Georg Friedrich Händel, George Balch Nevin, William Mathias und Charles Arison bis John Rutter, Horatio William Parker und David German. Die Musik und die vorgeführten Bilder gingen auf ihre eigene Weise eine Symbiose ein. Die Konzertbesucher waren ob des sinnlichen Hochgenusses ebenso begeistert wie die beiden kreativen Akteure.

Der Förderverein Kirchenmusik St. Sebastian lädt als nächstes zu einem Konzert unter dem Motto „Orgelklang und Flötenzauber“ ein. Gestaltet wird es von Hans-André Stamm (Orgel) und Andrea Will (Piccolo- und große Flöte) mit Werken von Maurice Ravel und John Rutter. Der Organist wird auch eigene Kompositionen zu Gehör bringen. Das Konzert findet statt am Freitag, 17. November, 19 Uhr, im Würselener „Dom“.

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