Küster und Gäste mit schrägen Pointen auf der Burg

Von: mas
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Frank Küster stellte in Baesweiler fest: „Würde die AfD Donald Trump zu ihrem Spitzenkandidaten machen, dann würde sie den nächsten Bundeskanzler stellen.“ Foto: Sigi Malinowski
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„Deutschlehrer“ Schröder klärt auf: Was ist der Unterschied zwischen einem oralen und rektalen Fieberthermometer? Klar, der Geschmack!“

Baesweiler. Küster? Da weiß das Baesweiler Publikum, dass regelmäßig dreifacher Spaß ins Haus geholt wird. So befüllte sich auch die jüngste Lachparty mit dem Düsseldorfer Kabarettisten Frank Küster mit beißendem Spaß, schrägen Pointen, breiter Selbstironie und zündenden „Keulen“ in alle Richtungen.

Frank Küster, zum zweiten Mal in diesem Jahr Hauptakteur der städtischen Veranstaltung „Kultur nach Acht – die Küster-Nacht“, brillierte mit seinem Humor aus Scharfsinn und bissigen Kommentaren. Aber auch sein „Open Spot“ Johannes Schröder als Deutschlehrer und der „Stargast“ Gernot Voltz als Finanzbeamter „Herr Heuser“ schaukelten das Publikum in der fast ausverkauften Alten Scheune des Kulturzentrums Burg Baesweiler in ganz hohe Sphären.

„Diskotheken-Taktik“ erkannt

Noch bevor Küster auf die Bühne sprang witzelte er über sein schwarzes Hemd mit untypischen blauen Rosen. „Das ist dem Wintereinbruch geschuldet“. Kaum auf der Bühne, wurde die Wiedervereinigung angefochten. „Davon kann doch gar keine Rede sein, solange es noch Aldi Nord und Aldi Süd gibt“. Dann ist Küsters „Lieblingsmutti“ dran. Angela Merkels Flüchtlingsvereinbarung mit der Türkei und insbesondere Präsident Erdogan sieht Küster als „Diskotheken-Taktik. Wie bei uns, wenn man sich Türken als Türsteher hält“. Es geht weiter nach Mecklenburg-Vorpommern. Meckpomm und das geforderte Burka-Verbot? Dazu fällt Küster ein: „Das ist doch genauso, als würdest Du in der Sahara das Schlittschuhlaufen verbieten“.

Das Duell Trump/Clinton bekommt breiten Raum, der Song „der größte Arsch ist Donald Trump“ zur Melodie „This Lady is a Tramp“ lässt Küster sogar ein bisschen tanzen.

Zwischendurch darf „Lehrer“ Johannes Schröder ans Mikro. „Ich bin Deutschlehrer, also Beamter mit Frustrationshintergrund“, lästert der Komödiant, der als „Open Spot“ fleißig punktet. Sein Kollege und Sportlehrer, der „Trillerpfeifentheo ist eine bildungsfreie Spaßgurke aus der Turnhalle“. Schröder: „Der nennt uns Deutschlehrer arrogant, obwohl wir schon Jahre nicht mehr mit ihm gesprochen haben.“

Gold, Silber und Bronze

Hits von gestern schaltet nach der Pause Frank Küster zu und dann darf auch Herr Heuser (Gernot Voltz) vom Finanzamt (überhaupt nicht staubtrocken) seine Mission vortragen. Die lautet einfach, das deutsche Steuerrecht als Weltkulturerbe anerkennen zu lassen, da die göttliche Vergebung ein starker Bestandteil dieses Rechts sei. Auch plädierte er für härtere Strafen bei Vergehen. Als Beispiel nannte er Uli Hoeneß, der seiner Meinung nach Präsident von Alemannia Aachen werden müsste, bis die es in die Champions League schafften.

Dann ist der Karneval dran: „Wer glaubt, das Karneval ohne Alkohol funktioniert glaubt auch, wenn man das Ordnungsamt ruft, einem die Küche aufgeräumt wird.“ Nach der Dreifach-Vorstellung verteilen Baesweilers Zuschauer Gold, Silber und Bronze symbolisch an die Künstler. Jeder nach eigenem Empfinden an ein gutes Trio.

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