Würselen - Künstlerpaar Kogel: Vielfältige Ausstellung im Pfarrsaal

Künstlerpaar Kogel: Vielfältige Ausstellung im Pfarrsaal

Von: Nina Krüsmann
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Laden noch bis zum 30. Mai in den Pfarrsaal St. Pius X in Würselen: das Künstler-Ehepaar Alice und Laurenz Kogel aus Baesweiler und Elisabeth Fell, die die Ausstellung betreut. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Die Mischung macht es bei der neuen Ausstellung im Pfarrsaal St. Pius X: Das Künstlerehepaar Alice und Laurenz Kogel zeigt dort unter dem Titel „Augenmerk“ Collagen, abstrakte und figurative Malerei – sowohl ausdrucksstarke großformatige Arbeiten als auch Miniaturen, die echte Hingucker sind.

Laurenz Kogel arbeitet seit 1982 mit Acryl und Öl und beschreibt seinen Stil als eine Mischung aus abstrakt, fantastisch und realistisch. Die aktuelle Schau ist seine erste Ausstellung seit 2010. Das Künstlerpaar lebt und arbeitet in Baesweiler.

Kunstexperte Dr. Josef Gülpers beschreibt Kogel als einen „Landschaftsmaler der Seele“. Dabei nehme der Maler eine analytische Position ein, durch die ein die Wirklichkeit untersuchender Blick entsteht. „In seinen symbolischen Werken drückt er den Zwiespalt moderner Existenz in Gleichnissen aus“, sagt Gülpers und erklärt weiter: „Kogel versteht seine Aufgabe als Künstler nicht darin, die Welt in schönen Farben zu malen. Er schaut hinter die Kulissen und scheut nicht davor zurück, das Hässliche und Böse zu enthüllen.“ Es gehe dem Künstler um die Magie der Realität, das Mysterium des Daseins. „Dekoratives hervorzubringen ist kreativ, aber noch keine künstlerische Leistung. Kunst sucht emotionale Wirkung“, weiß Kogel selbst. So sei nach Ansicht des Experten im Kunstwerk selbst das Hässliche ästhetisiert und errege Anteilnahme und Mitgefühl.

Die Themen in Alice Kogels Malerei seien vielfältig, reichen von der Schönheit einer Frühlingswiese über abstrakt dargestellte Liebespaare bis zur Unterwasserwelt im Korallenriff, erklärt Gülpers. Gemalt wird auf Recyclingmaterialien, Tapete und Karton, wenig auf Leinwand. Nichts liege der Künstlerin dabei ferner, als die Landschaften, Pflanzen und Menschen realistisch darzustellen. „Seit zwei Jahren arbeite ich abstrakt, deute Figuren nur an. Meine Ideen entstehen im Arbeitsprozess, ich plane da vorher nichts genau“, erklärt Alice Kogel.

Sie lasse jenseits des akademischen Regelwerks Kunst entstehen, gebe sich ganz der Stimmung hin, während die Bilder in ihrem Kopf entstehen würden. „Oft nehme ich dabei Bezug auf aktuelle Geschehnisse oder ein gelesenes Buch“, erzählt die Malerin, die für die gemeinsame Schau auch einige Miniaturen ausgewählt hat.

Organisator Hans-Günther Leuchter und Ausstellungsbetreuerin Elisabeth Fell sind begeistert von der Vielfalt der Werke. Die Ausstellung „Augenmerk“ an der Ahornstraße 12 in Würselen ist noch bis 30. Mai zu sehen.

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