Herzogenrath - Künstlerklischees will Nicole Röhlen nicht erfüllen

Künstlerklischees will Nicole Röhlen nicht erfüllen

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
Fasziniert von Japan und der A
Fasziniert von Japan und der Abstraktion: Künstlerin Nicole Röhlen präsentiert ihre Bilder in Kohlscheid.

Herzogenrath. „Tut mir leid - die typischen Klischees einer Künstlerin erfülle ich nicht. Ich trinke keinen Rotwein und male nicht nachts.” Das sagt die Aachener Künstlerin Nicole Röhlen über sich selbst.

Gebürtig im Raum Düsseldorf, hat es die 42-Jährige mittlerweile nach Verlautenheide gezogen, wo sie mit ihrer Familie lebt. Ihr Atelier befindet sich seit einem Jahr im Kunst-, Kultur- und Wirtschaftszentrum in der Villa Herzogenrath, wo sie jetzt eine Ausstellung präsentiert.

In vier Räumen zeigt die studierte Grafikdesignerin und Illus-tratorin vier verschiedene Themenbereiche. Eine Serie, die Röhlen kürzlich beendet hat, zeigt Gemälde zum Thema „Japan”. Vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima hatte Röhlen eine Reise nach Japan geplant. „Die Pläne liegen jetzt auf Eis. Aber wir werden diese Reise nachholen.” Grüne Bambuswälder, Geishas, Sumoringer, Koi- und Kugelfische hat die Künstlerin im Bild festgehalten. Eine weitere Leidenschaft Röhlens ist das Meer. „Ich habe eine Reihe von Bildern mit Leuchttürmen, Wasser und Meerestieren gemalt.” Kräftige Farben und auch die Collagetechnik liebt sie. „Ich bin eine fröhliche Person, und diese Lebensfreude drücke ich gerne aus.

„Nicole Röhlen ist die jüngste Künstlerin in unserem Atelierhaus und bringt jede Menge frische Akzente herein. Ihre drei Kinder besuchen uns häufig und es scheint, als wachse mit ihnen bereits die nächste Künstlergeneration heran”, sagt Organisator Hartmut Dammer. Unter den 42 ausgestellten Werken sind sowohl Groß- als auch Kleinformate. Ganz neu sind die gemalten und geklebten Collagen mit Aachener Motiven.

Da taucht Kaiser Karl neben der Silhouette des Doms auf oder das Marschiertor neben dem „Super C” und einem Sportflugzeug aus Merzbrück. „Aachen inspiriert mich, das möchte ich mit diesen modernen Collagen ausdrücken”, sagt Röhlen. Abstrakte Kunst ist der vierte Themenbereich der Ausstellung. „Diesem Bereich widme ich mich aktuell. Ich habe verschiedene Strukturen und Muster für mich entdeckt, damit möchte ich gerne weitermachen”, sagt Röhlen, die sich wünscht, dass die Besucher ihre Werke für sich entdecken und sie nicht nur anschauen. „Die Besucher sollen die Farben auf sich wirken lassen und Fragen stellen”, betont Röhlen.

Die Ausstellung „Illustrative Malerei” ist an der Roermonder Straße 63 noch bis zum 15. Oktober zu sehen.
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