Künstlerin Katja Ploetz erinnert an die Werke von Ludwig Schaffrath

Von: yl
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Katja Ploetz zeigt ihre Kunst bis zum 13. März im Schaffrathaus in Alsdorf-Ofden. Foto: Y. Longerich.

Alsdorf. Es wurde eng im verwinkelten und verträumten Ofdener Schaffrathhaus bei Katja Ploetz‘ erster Vernissage im ehemaligen Atelier ihres verstorbenen Lehrers Ludwig Schaffrath.

Nach der Begrüßung durch Ursula Schaffrath-Busch (Künstlertochter und Mitglied des Organisationsteams Schaffrathhaus) und Friedhelm Krämer (Vize-Bürgermeister Stadt Alsdorf) übernahm Kunsthistoriker Dr. phil. Dirk Tölke aus Aachen das Wort. Er lobte Katja Ploetz insbesondere für die Anlehnung ihrer Kunstwerke an ihren Ziehvater Ludwig Schaffrath.

In der individuellen Komposition werde dessen unverkennbare Arbeitsweise perfekt mit ihrem eigenem Stil vermählt. Tölke: „Schaffrath hat oft ein Geflecht von Symmetrie und abrupter Asymmetrie erzeugt. Lineare Strukturen wurden aufgerissen und neu verbunden. Katja Ploetz hat diesen Stil mit ihrem eigenen erweitert. Sie erzeugt in der Dreidimensionalität ein herrliches Zusammenspiel von Symmetrie und spontaner Asymmetrie.“

Zur künstlerischen Thematik sagte Tölke vorab:„Der Glasmalerin Katja Ploetz stand bei ihrer Arbeit eine breite Palette an Gestaltungsmöglichkeiten offen. Die Gestaltung lebt davon, dass der lichtdurchlässige, aber auch blickdicht produzierbare Werkstoff Glas das Licht aufnimmt und im Gegensatz zu Malerei und Grafik ein gleichzeitiges Wahrnehmen von verschiedenen Schichten ermöglicht.“

Interessant und unterhaltsam war die Musik auf der Vernissage. Die Künstlerin höchstpersönlich griff zur Flamenco-Gitarre. Ihre Musik wies erstaunliche Parallelen zu ihrer Glasarbeit auf: Auch der Flamenco lebt von Gegensätzen und wechselnder Symmetrie. Rhythmische Passagen wechseln sich mit improvisierten Soli ab, das Tempo wird verändert, und die Lautstärke variiert in allen erdenklichen Lagen.

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