Künstler wollen Flüchtlinge unterstützen

Von: nina
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Viele Kunstwerke bereichern die Hilfsaktion: Für Flüchtlinge wie Marwa aus dem Irak (r.) wollen sich Dagmar Bücken, Uta Göbel-Groß und Ilse Heller einsetzen. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Unter dem Motto „Flüchtlingen helfen – Künstler engagieren sich“ will die Kohlscheider Galerie Bücken Solidarität mit den in Herzogenrath lebenden Flüchtlingen bekunden. Am Sonntag, 17. Mai, startet an der Südstraße 182 von 12 bis 18 Uhr ein Benefizverkauf mit einer großen Bandbreite von Papierobjekten, Zeichnungen, Collagen, Malerei sowie kunsthandwerklichen Arbeiten.

Die Aktion dauert bis zum 6. Juni. Galeristin Dagmar Bücken kam bei einem Treffen mit der Designerin Ilse Heller auf die Idee.

Heller, die als freischaffende Künstlerin in Kohlscheid wohnt, betreut derzeit in Kohlscheid lebende Flüchtlinge, unter anderem Marwa aus dem Irak. „Meine Idee war es, Kontakte zu den regionalen Künstlern zu nutzen und die Künstler zu bitten, eigene Arbeiten in einer gemeinsamen Aktion für einen Verkauf zur Verfügung zu stellen.“ 35 Kunstschaffende machen mit, die insgesamt 45 Arbeiten werden in der Galerie ausgestellt.

Die Künstler legen einen Mindest-Verkaufspreis fest und jedem Käufer ist gern freigestellt, einen höheren Preis für den guten Zweck zu zahlen.

Der Verkaufserlös in gesamter Höhe kommt den hier lebenden Flüchtlingen zu Gute, das heißt der Evangelischen Kirchengemeinde Herzogenrath. „Unsere Intention ist insbesondere, den Flüchtlingen die Teilhabe an unserer für sie fremden Gesellschaft zu ermöglichen und nahe zu bringen. Der Erlös soll speziell für Aktivitäten im kulturellen Bereich eingesetzt werden“, betont Bücken.

Die Evangelische Kirchengemeinde betreibt in Kohlscheid eine Flüchtlingsberatung an der Lutherstraße 10. Im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung wird zum Beispiel von einem ehemaligen Schulleiter an fünf Tagen pro Woche Deutschunterricht erteilt.

Andere Helfer haben Patenschaften für die Flüchtlinge übernommen und betreuen diese in den vielfältigen, alltäglichen Problemen. Der Künstler Kai Savelsberg hat sich bereit erklärt, mit den Flüchtlingen bis zu den Sommerferien jeweils einmal in der Woche zu malen und zu zeichnen

„Einige Flüchtlinge nehmen an der Vernissage teil. Vielleicht können so neue Kontakte geknüpft werden. Mein Anliegen ist auch, die Thematik öffentlich zu machen und das vielfach negativ besetzte Bild der Flüchtlinge zu ändern. Jeder, der ein Kunstwerk erwirbt, nimmt für sich auch die Verbindung zu unserer Aktion mit zu sich nach Hause“, sagt Bücken.

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