Künstler Wolfgang Morawe zeigt Arbeiten in der Stadtbücherei

Von: Christoph Hahn
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Alsdorf. Der Kunstverein Alsdorf und die Stadt Alsdorf präsentierten mit Wolfgang Morawe wieder einen spannenden und renommierten Künstler, der in der Region beheimatet ist. vl: Heribert Steinbach, Wolfgang Morawe und Bürgermeister Alfred Sonders. Foto: W.Sevenich

Alsdorf. In die Abstraktion entführt eine Ausstellung des Kunstvereins Alsdorf die Betrachter in der Stadtbücherei am Denkmalplatz. Bis zum 5. Dezember sind dort Bilder von Wolfgang Morawe aus Geilenkirchen-Kraudorf zu sehen.

Die rund 30 Bilder, so der Einführungsredner, Morawes Roetgener Künstlerkollege Heribert Steinbach, dokumentieren einen „Weg bis hin zur Abstraktion“. Dabei ist dieser Moment vom ersten Augenblick an präsent. Gefällige Wiedererkennbarkeiten darf der, der sich die Werke ansieht, nicht erwarten. Zwar sind Elemente wie Schriftzüge, die auf Schnipseln, die vermutlich einmal eine Zeitungsseite gewesen sind, zu erkennen. Aber sie dienen nicht mehr dazu, Geschichten oder Informationen zu transportieren, sonden bilden Bestandteile einer abstrakten Bildlandschaft.

Diese Bildlandschaft löst sich dann aber, wie auch Heribert Steinbach seinen Zuhörern verdeutlichte, mit dem Fortschreiten der Zeit immer mehr auf. Dafür sorgt Morawe, pensionierter Lehrer für Deutsch, Französisch, und – zeitweise – Kunst schon durch seine Arbeitsweise. Aus dem Papier bereitet der Künstler, der abwechselnd in Kraudorf und Südfrankreich lebt, eine Masse, auf die er dann im getrockneten Zustand im Stile des Informel gestisch betonte Zeichnungen oder Malerei setzt.

Steinbach kommentierte den Weg Morawes: „Irgendwelchen von der Gesellschaft verordneten modischen Strömungen wird dabei nicht gefolgt; politische Ziele werden dabei nicht ins Auge gefasst.“

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