„Künstler für Malabon“: Zwetan Dinekov-Zezo auf Burg Rode

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Herzogenrath. Mit dem Bulgaren Zwetan Dinekov-Zezo, Jahrgang 1957, aus Varna präsentieren die Organisatoren der Projektgruppe Malabon und Dritte Welt in Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Verlagshaus R. de Bernardi, Aachen und dem Verein Burg Rode einen außerordentlich vielseitigen Künstler.

Die Vernissage der 33. Ausstellung „Künstler für Malabon“ in Anwesenheit des Künstlers ist am Sonntag, 8. November, 11 Uhr, auf Burg Rode. Die Bilder sind bis Sonntag, 15. November, zu sehen.

Zwetan Dinekov-Zezo studierte an der Kunstakademie Sofia und schloss 1983 mit dem Diplom als Maler und Bühnenbildner ab. Seit 1992 nahm er an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa teil, stattete einige öffentliche Gebäude aus und ist zudem am Theater aktiv: Mehr als 50 Bühnenbilder in verschiedenen europäischen Produktionen stammen von ihm, unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Stadttheater Aachen.

In der Malabon-Ausstellung werden über 60 Holzschnitte und Unikate auf Leinwand und Papier präsentiert. Wie alle Künstler der Ausstellungsreihe vor ihm hat Zezo eine Serie von acht Malabon-Bildern geschaffen.

Sein facettenreiches Oeuvre reicht über das Verarbeiten der Szenen aus der Mythologie, die schemenhafte Leichtigkeit der Bewegung von Menschen in seinen Ölgemälden bis hin zu Blättern auf Filterpapier, auf handgeschöpftem Papier, auf Fotos und auf Papier in verschiedenen Techniken, etwa Gouache oder Mischtechnik.

Sein künstlerisches Anliegen könnte treffend mit dem Begriff „Traum-Raum“ umschrieben werden. Wie aus der Vergangenheit hervorgeholt erscheinen schemenhafte Gestalten und Formen. Es sind häufig auf Flohmärkten gefundene Blätter, die er auf seine Art bearbeitet und mit Zahlen und Zeichen versieht.

Die in mehreren Schichten mit subtilen Farben erstellten Arbeiten bieten dem Betrachter eine Vielfalt an Perspektiven.

Trotz gegenständlicher Darstellungen – Menschen, Tiere, Gläser oder Gebäude – belässt er seine Kompositionen in der Schwebe. Damit überlässt er es dem Betrachter, das Geheimnis seiner Bilder für sich selbst zu ergründen.

Weil Zezo auch Bühnenbildner ist, arbeitet er gerne szenisch. Auf seinen großformatigeren Bildern wird getanzt, es bewegen sich Figuren „in unbekannten Konstellationen zu verborgenen Zwecken“. Ihre Konturen verschwimmen, die Gesichter bleiben leer, sind wie die Körper nur kräftige, leuchtende Pinselstriche. Die Geschichten dazu muss der Betrachter selbst erfinden.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung auf Burg Rode sind sonntags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 15 bis 18 Uhr und werktags von 17.30 bis 20 Uhr.

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