Alsdorf - Kubiz mit kleinen Anlaufschwierigkeiten

Kubiz mit kleinen Anlaufschwierigkeiten

Von: Katrin Fuhrmann
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Zu klein und zu schlechte Luft? Seit drei Wochen findet im Kubiz der Unterricht statt. Noch läuft nicht alles ganz rund. Foto: Katrin Fuhrmann

Alsdorf. Seit etwa drei Wochen findet im Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz), dem neuen Schulgebäude der Realschule und des Gymnasiums in Alsdorf, der Unterricht statt. Nachdem das Gebäude wegen eines massiven Wasserschadens im vergangenen Jahr nicht eröffnet werden konnte, ist man mit hohen Erwartungen gestartet – von Seiten der Schulleitung, aber vor allem der Schüler und Eltern.

In den vergangenen Tagen wurde am Gymnasium Kritik laut, dass die Räume zu klein seien, die Lüftung nicht richtig funktioniere und es dementsprechend manchmal zu warm in den Räumen sei. Auch technische Probleme bei den Beamern und der Internetverbindung wurden von einigen Eltern bemängelt.

Dass noch nicht alles rund läuft, ist für Wilfried Bock, Schulleiter des Gymnasiums, zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich – es sei schließlich ein Neubau. „Es muss sich alles erst einmal einpendeln. Aber ich bin total entspannt. Es läuft gut“, sagt er.

Lüftung noch nicht reguliert

Er räumt ein, dass beispielsweise die Lüftung noch richtig reguliert werden müsse. Man habe einfach keine Erfahrungen und müsse erst einmal ausprobieren, wie die Lüftung am besten einzustellen ist, damit es weder zu warm, noch zu kalt im Gebäude ist. „Das sind aber kleine Mängel, die wir sicher in den Griff bekommen“, sagt Bock.

Schulpflegschaftsvorsitzender Jörg Meyer, sieht das ähnlich, wie er auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt. Die Lüftungsanlagen gingen zurzeit erst dann an, wenn sich Menschen in den jeweiligen Räumen befänden. Aus Energiespargründen mache das auch Sinn. Man müsse eben schauen, dass die Steuerung in den kommenden Wochen nach Bedarf angepasst werde. Aber: „Alle sollten die Ruhe bewahren und das Gute am neuen Gebäude sehen“, sagt er.

Er weist außerdem darauf hin, dass das Gebäude erst seit drei Wochen genutzt wird. „Wenn in drei Monaten noch immer nicht alles richtig klappt, muss man sicherlich aktiv werden.“ Aber noch müsse man abwarten und allen die Zeit geben, die sie brauchten.

Für Rückschlüsse auf bauliche Mängel sei es noch viel zu früh. Das betont auch Bock und sagt: „Es ist ja meistens so, dass man immer nur auf das blickt, was noch zu optimieren ist.“ Man sollte doch eher darauf schauen, was schon richtig gut klappt. Bock meint damit konkret die Busspur und die Anfahrt zur Schule. Gerade die Busspur, die zweitgrößte in der Städteregion – nur die am Tivoli ist noch größer – sei ein Zugewinn, den man nicht mehr missen möchte.

Aufgrund der Größe sei die Anfahrt „problemlos“ und „ganz entspannt“ nutzbar, sagt Bock. Bock räumt ein, dass in den ersten Tagen das W-Lan nicht ohne Probleme funktioniert hat, mittlerweile klappt aber auch das. Fast 500 Schüler nutzten täglich das W-Lan, das mit einem Passwort geschützt ist.

Was die Größe der Räume betrifft, so sagt Meyer, hätte man gegebenenfalls vor zehn Jahren anders planen sollen. Die Raumgröße sei von Anfang an bekannt gewesen. Allerdings hätte man mit weniger Schülern gerechnet. Der Bedarf sei aber schon wegen unerwartet höherer Geburtenzahlen gestiegen.

Weil am Gymnasium aber nach dem Dalton-System gearbeitet werde und die Schüler ohnehin ihre Unterrichtszeiten selbst einteilen, seien sowieso nicht immer alle Schüler einer Klasse in einem Raum. Außerdem stelle die Schule neben Lernecken auch kleinere sogenannte Lernnischen für die Schüler zur Verfügung.

Am Mittwoch, 20. September, 18 Uhr, wird das Kubiz feierlich eröffnet. Christina Rau, die Witwe des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, wird eine Namenstafel enthüllen, da das Kubiz nach dem ehemaligen NRW-Landesvater benannt ist.

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