Kubiz: Jetzt sind die Profis am Werk

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:
7866121.jpg
Machen sich ein Bild vom Fortschritt der Bauausführung Kubiz (oben): Technische Geschäftsführerin Kathrin Koppe (M.), Kaufmännischer Geschäftsführer Günter Jansen (r.) und GSG-GS-Architekt Frank Schneiderwind (l.). Ein „Berliner Verbau“ (unten) sichert die Baugrube beim Aushub. Foto: Holger Bubel
7914581.jpg
Machen sich ein Bild vom Fortschritt der Bauausführung Kubiz (oben): Technische Geschäftsführerin Kathrin Koppe (M.), Kaufmännischer Geschäftsführer Günter Jansen (r.) und GSG-GS-Architekt Frank Schneiderwind (l.). Ein „Berliner Verbau“ (unten) sichert die Baugrube beim Aushub. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. So ein Spatenstich ist immer eine ganz feine Sache: Da reihen sich Verantwortliche, Politiker und wichtige Bürger gerne mit einer Schöppe auf und tun so, als würden sie tüchtig schaufeln. Natürlich bringt das Bewegen eines Schäufelchens Erdreich nicht viel, doch dem Ritual will Genüge getan sein.

So war es auch geschehen beim offiziellen Spatenstich zum Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) im Mai auf dem Terrain des Annageländes. Dass es just in dem Moment zu regnen begann, als die Festgemeinschaft mit Spatenstechern sich vom Langhaus, in dem der Redebeitrag zum Ereignis stattfand und das ja auch Bestandteil des neuen Kubiz‘ werden wird, zum vorbereiteten Spatenstichareal bewegte, soll aber nicht als Fingerzeig des Himmels für den Verlauf des Bauvorhabens interpretiert werden.

Das meint auch Kathrin Koppe, Technische Geschäftsführerin der Grund- und Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH (GSG-GS), deren Gesellschaft mit dem Bau des Kubiz‘ beauftragt ist. „Alles läuft nach Plan“, sagt sie (s. auch Nachgefragt unten). Und damit das auch so bleibt, ist auch samstags Bewegung auf der Baustelle.

Seit dem Spatenstich sind einige Wochen vergangen. Mittlerweile arbeiten die Profis an dem, was 2016 – noch vor den Sommerschulferien – fertiggestellt werden soll. „Der Umzug von Realschule und Gymnasium aus Ofden ins neue Zuhause dauert ja auch ein paar Woche“, erklärt Kathrin Koppe die zeitliche Zielvorgabe für das Projekt. Denn mit dem Beginn des Schuljahres 2016/17 sollen Realschüler und Gymnasiasten unter einem Dach, aber in zwei separaten Gebäudeteilen unterrichtet werden.

Wenn das auch noch zwei Jahre hin ist, will der Bau des riesigen Gebäudekomplexes, den das Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp) von der Hamburger Elbchaussee aus entworfen hat, von Beginn an akribisch durchgeplant und umgesetzt sein. Und das fällt in den Verantwortungsbereich des Koppe-Teams der GSG-GS.

Baugrube bis Mitte August

Seit Ende Mai und noch bis Mitte August wird als erster sichtbarer Schritt die Baugrube ausgehoben. Und da fällt einiges an, was zwar zu erwarten war – schließlich hatte über Jahrzehnte der Bergbau ein Zuhause auf dem Gelände des heutigen Annaparks – aber dann doch mühselige Arbeit zur Trennung unterschiedlicher Materialien mit sich bringt.

Bis zu 7,60 Meter tief, die Voraussetzung sind für das Fundament der Sporthalle des Kubiz‘, geht es in den Boden. Neben normalem Gestein („Daraus könnte man sich eine Garage bauen“, sagt die gelernte Maurerin Kathrin Koppe) ist es auch Stahlbeton, der etwa bei einem vorgefundenen Tunnelgang mit Schacht benutzt wurde, im Erdreich vorzufinden. Das enthaltene Metall muss gesondert abgefahren und entsorgt werden.

Auch auf Kampfmittel – so will es die Vorschrift – wird das Areal auf dem Annapark untersucht. Bislang wurde bei der Sondierung nichts dergleichen vorgefunden, weiß Kathrin Koppe zu berichten.

Wenn Ende August die Baugrube ausgehoben sein wird, geht es soll es zügig mit dem Rohbau weiter gehen, das Kubiz wächst dann sichtbar in die Höhe. Bis zum Jahresende sollen die „Gründungsarbeiten“ an Unter- und Erdgeschoss beendet sein, einschließlich des Einbaus der gefertigten Wände und der Decken. Mit den Obergeschossen eins und zwei soll es nach dem Jahreswechsel weiter gehen.

Kita-Weihnachtsfeier „zu Hause“

Zum frühen Frühjahr 2015 stehen auch die Fassadenmontage und die Dachabdichtung auf der langen To-do-Liste. Der Ausbau mit Technik, Heizung, Lüftung und Sanitäreinrichtung, Tischler-, Maler-, Schlosser- und Fliesenarbeiten und weiterer Gewerke nehmen nahezu das komplette Jahr ein.

Spannend wird es, wenn es um die Bauausführungen an der Kraftzentrale, also dem Langhaus geht. Diese sind abhängig davon, ob die Kinder der Kita Florianstraße, so wie seitens der Verwaltung zugesagt wurde, wieder an ihren eigentlichen Standort zurückgekehrt sind.

Da dürfte eigentlich nichts schief gehen, wurde den Eltern, Kindern und Erzieherinnen doch versprochen, das kommende Weihnachtsfest schon in ihrem schmucken Neubau zu feiern. Höchstens ein Jahr sollte die Verweildauer im Langhaus betragen. „Ich glaube, die Kinder werden dann am traurigsten sein. Denn im Langhaus haben sie sich richtig wohl gefühlt“, hat der Kaufmännische Geschäftsführer der GSG-GS Günter Jansen ausgemacht. Immerhin: Den mühsamen Weg über die Kubiz-Baustelle darf sich der Weihnachtsmann also getrost sparen . . .

Unmittelbar nach dem Jahreswechsel 2014/15 geht es dann also auch an dem alten Gemäuer richtig los, derzeit werden aber bereits physikalische Voruntersuchungen durchgeführt, also die Suche nach schadhaften Stellen an Fugen und Steinmaterial. Diese werden dann schon saniert.

„Am Langhaus sind neben Rohbauarbeiten auch rechtzeitige Baugrundverbesserungen zwingend, damit wir mit den Arbeiten am und im Langhaus im Plan bleiben“, sagt Kathrin Koppe.

Wände und Decken rücken dabei in den Fok us, damit laut Plan Ende April, Anfang Mai 2015 Stahl-Montagearbeiten an der Fassade und dem Dach umgesetzt werden können. Die Endmontage und Einregulierung sind für Ende des Jahres vorgesehen. Bis dahin werden auch die Innenausbauten – vom SHK-Gewerk bis zu den Elektroanlagen – fertiggestellt sein. Bereits im Oktober 2015 wird der Außenbereich um Neubau und Langhaus aufgemöbelt. Fertigstellung dieser Arbeiten: März 2016.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert