Kubiz Alsdorf: Kostenexplosion in der Kraftzentrale

Von: vm
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Teure Sanierung: das Langhaus des Kultur- und Bildungszentrums (Kubiz) Alsdorf. Foto: Verena Müller

Alsdorf. 4,9 Millionen Euro zusätzlich wird die Sanierung des Langhauses am Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) Alsdorf kosten. Um rund ein Jahr wird sich die Fertigstellung verzögern. Das teilte Bürgermeister Alfred Sonders am Dienstag auf Anfrage mit.

Nachdem in der Kraftzentrale bei Probebohrungen massive statische Probleme an den Fundamenten – statt massivem Betonguss waren Mauerwerk, Hohlräume und Schutt gefunden worden – und weitere Mängel festgestellt worden waren, mussten aufwendige Gutachten erstellt werden. Vor anderthalb Wochen lagen diese der Grund- und Stadtentwicklungs GmbH vor, auf deren Basis sind nun Kosten und ein neuer Zeitplan berechnet worden.

In den 4,9 Millionen Euro inbegriffen sind die Ertüchtigung der Fundamente und Außenwände sowie die aufwendigeren Arbeiten an den Stahlträgern der Deckenkonstruktion und an den Klinkern der Außenmauer inklusive der jeweiligen Planungskosten.

Und wer zahlt? Wie es derzeit aussieht zu 80 Prozent das Land. Es habe mehrere Gespräche mit der Regierungspräsidentin und NRW Urban gegeben, sagt Sonders, „man hat mir zugesagt, dass Alsdorf nicht im Stich gelassen wird.“

Die Beweislage sei soweit klar: Mit diesen Problemen habe keiner rechnen können. Bisherige Gutachten hätten keinerlei Rückschlüsse auf die löchrige Substanz zugelassen, „und die Stadt Alsdorf hat das nicht zu verantworten“, sagt Sonders.

Für den Schulumzug von Realschule und Gymnasium gelte nach wie vor: keine Verzögerung, keine Beeinträchtigung. Der mobile Container des Gymnasiums ziehe mit um, über ein angebautes Zelt könne der Mensa-Bereich abgedeckt werden. Fehlende Musik- und Werkräume könnten im Energeticon eingerichtet werden. Anfang Juni 2017, vor den Sommerferien, soll dann die Kraftzentrale des Langhauses bezugsfertig sein.

Der Gesamtkomplex Kubiz wird dann voraussichtlich statt 40,3 Millionen Euro 45,2 Millionen Euro kosten. Der Neubau liegt derzeit noch eine dreiviertel Million unter dem Budget.

Für Schulen gibt es keine Landesmittel, aber für den außerschulischen Bereich im Langhaus– etwa die Stadtteil-Mensa, Aula oder die Räume, die auch Vereine oder die VHS nutzen können – erhält Alsdorf bislang zwölf Millionen Euro Förderung.

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