Nordkreis - Kriminalität im Nordkreis: 18-Jähriger für fünf Taten verantwortlich

Kriminalität im Nordkreis: 18-Jähriger für fünf Taten verantwortlich

Von: Beatrix Oprée
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Nordkreis. Mord und Totschlag hat es im Nordkreis nicht gegeben im vergangenen Jahr. Auch sonst ist die Entwicklung der Kriminalitätszahlen für Polizeipräsident Klaus Oelze hier zufriedenstellend. Insgesamt ist die Zahl der Straftaten in Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen zurückgegangen: 12.815 registrierten Fällen in 2011 stehen im Folgejahr 12.088 Fälle gegenüber (-5,67).

Die Aufklärungsquote ist im Gegenzug leicht gestiegen, von 42,84 auf 49,29. 5116 Tatverdächtige wurden ermittelt, 23  waren unter 21 Jahre alt. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl (Zahl der registrierten Straftaten je 100.000 Einwohner) betrug 7674 (8120 in 2011, 9590 im Bereich des Polizeibehörde Aachen).

Generell weiter zurückgegangen sind gefährliche und schwere Körperverletzungen sowie Diebstähle und Einbrüche sowohl in Geschäfte als auch Wohnungen. Auch Taschen- und Ladendiebstähle gab es weniger, ebenso Diebstähle an und aus Pkw. Vermehrt allerdings nahmen die Täter Autos komplett mit. Der Zahl der gestohlenen Kraftfahrzeuge stieg nordkreisweit um zehn auf 158, die Aufklärungsquote von 7,43 auf 10,76 . Die Straßenkriminalität insgesamt ist von 3442 vermeldeten Fällen in 2011 auf 2893 zurückgegangen (-16), was den niedrigsten Wert der vergangenen fünf Jahre darstelle.

Gestiegen sind die Betrugsdelikte um 16,6 auf 1665 Fälle. Leicht gesunken ist die Zahl der Computerdelikte, die Aufklärungsquote in diesem Bereich jedoch auch. Ganz entgegen dem allgemeinen Trend im Bereich Aachen sind in Alsdorf, Herzogenrath und Würselen die Kellereinbrüche zurückgegangen. „Zufall“, bestätigt Frank Hoever, Leiter der Direktion Kriminalität. Hierbei handele es sich meist um Beschaffungskriminalität in Mehrfamilienhäusern mit leicht zu knackenden Lattenverschlägen in Gemeinschaftskellern.

Die prominente Steigerung der Rauschgift-Delikte in Herzogenrath begründet die Polizei mit einer Änderung der statistischen Erfassung: Bisher habe der Zoll diese Fälle für Aachen verzeichnet, nunmehr dort, wo die Täter bei Kon-trollen auffielen, nämlich vielfach auch an der Grenze zwischen Herzogenrath und den Niederlanden.

Neue Szenen im Keim ersticken

Eine Steigerung verzeichnet die Polizei in Roda auch bei Überfällen auf Geschäfte (5 in 2011, 14 in 2012). Fünf Taten gehen auf das Konto eines 18-Jährigen, der dreimal Blumengeschäfte heimsuchte, zudem einen Kiosk und ein Sonnenstudio. Er sitzt mittlerweile in Haft. Entgegen dem Behörden-, aber im Landestrend ist in Würselen die Zunahme der Wohnungseinbrüche, wobei es eine gestiegene Aufklärungsquote gebe, sagt der Polizeipräsident. Die 20-köpfige Ermittlungskommission EK Flex leiste wertvolle Arbeit. Deutlich sei der Rückgang von Delikten in der Öffentlichkeit, auch, weil es immer dort verstärkte Einsätze – etwa in Alsdorf und Baesweiler – gegeben habe, wo Erkenntnisse vermuten ließen, dass sich eine „neue Szene“ entwickeln könnte.

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