Krimiautorin setzt beim Schreiben auf Disziplin

Von: Stefan Schaum
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Mag es spannend: Krimi-Autorin
Mag es spannend: Krimi-Autorin Monika Dieck. Foto: Stefan Schaum

Herzogenrath. Bei Karl May hat Mama oft die Nase gerümpft. Dessen Bücher fand sie als Lektüre eher unpassend für ihr Töchterchen. „Überhaupt hat sie oft mit mir geschimpft, wenn ich wieder mal den ganzen Tag lang auf dem Bett gelegen und gelesen habe”, sagt Monika Dieck, mittlerweile 36 Jahre alt und längst von einer Leserin zur Autorin geworden.

Hat sie damals Westerngeschichten verschlungen, bevorzugt sie heute Krimis. Hauptsache spannend. „Es muss schon kribbeln”, sagt sie. Dieses Gefühl will sie mit ihrem Roman „Clan Destina” auch ihren Lesern vermitteln.

Zunächst hatte es so ausgesehen, als ob aus ihr eine Lehrerin wird. Doch nach dem Philosophie- und Germanistikstudium hat die Leidenschaft für das Schreiben gesiegt. Nun ist ihr Mann der Lehrer in der Familie, zu der auch Zwillinge gehören. Monika Dieck bringt es dank viel Disziplin unter einen Hut, Mutter und Autorin zu sein. „Sobald die Kinder im Kindergarten sind, sitze ich bis mittags am Computer”, sagt sie. Meist auch sonntags. „Dann liegt die Familie noch im Bett und Moni hängt schon vorm PC”, sagt sie und lacht.

Zu tun gibt es ja immer. Sei es, den nächsten Roman zu schreiben oder den vorherigen zu überarbeiten. Das jetzt erschienene Buch ist ihr dritter Krimi mit der deutsch-arabischen Komissarin Layla. Die ist Kölnerin und von dort stammt auch die Autorin. Die Handlung des aktuellen Buches spielt in großen Teilen auf Korsika - dort hat Monika Dieck des öfteren Urlaub gemacht. So mischt sich Autobiographisches mit der Fiktion. Die korsische Landschaft und deren wechselvolle Geschichte scheint im Buch an vielen Stellen durch. Ihr widmet Monika Dieck ihre Lieblingspassage: „Warum trägt alles Schöne auf dieser Welt einen Schatten? Selbst Korsika hat eine dunkle Seite.” Da blitzt die Philosophin in ihr durch. „Das Böse und das Gute - dieser ewige Konflikt fasziniert mich einfach.” Auf Korsika fand sie viel Inspiration. „Dort ist fast jedes Ortsschild durchschossen und gibt so Zeugnis von den blutigen Auseinandersetzungen.”

Genug Ideen für neue Romane schlummern in ihrem Kopf, einiges findet sich schon auf der Festplatte. Ob sie an den großen Durchbruch als Autorin glaubt? Sie überlegt nur kurz. „Ich träume davon, auf jeden Fall.” Ihre Mutter hat das Buch auch gelesen. Das zweite Kapitel fand sie ein wenig zu blutig. Vielleicht hat sie auch die Nase gerümpft. Aber ihre Tochter liebt es nun mal spannend.

Der Roman „Clan Destina” ist im Berliner Nil-Verlag erschienen und kostet 22,80 Euro. Erhältlich ist er unter der ISBN-Nummer 978-3-00-031323-3.
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