Kreuzstraße in Würselen wird saniert

Von: Karl Stüber
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Schlaglöcher, marode Gehwege und alter Kanal: Der Sanierungsbedarf der Kreuzstraße in Würselen ist unbestritten. Aber besonders an der Gestaltung der Parkplätze scheiden sich die Geister. Foto: Karl Stüber

Würselen. Sanierung und Ausbau der maroden Kreuzstraße in Würselen werden erneut im Technik- und Bauausschuss beraten. Dieses Gremium hatte zwar bereits in seiner Juli-Sitzung den Ausbaubeschluss für den Teilabschnitt von Bahnhofs- bis Elchenrather Straße gefasst, und die Verwaltung arbeitet entsprechend an der detaillierten Ausführungsplanung und der Ausschreibung.

Aber Erster und Technischer Beigeordneter Till von Hoegen möchte sich und der Stadt Würselen nicht nachsagen lassen, nicht intensiv genug auf Anregungen und Kritik zu den Sanierungs- und Ausbauplänen eingegangen zu sein, wie er auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte. Nach einer Bürgerinformationsveranstaltung im Mai waren weitere Bürgeranregungen auch schriftlich eingegangen. Zuletzt hatte der Anwohner Günter Römer Bürgermeister Arno Nelles (SPD) angeschrieben und eine Unterschriftenliste mit 25 Unterzeichnern eingereicht, wie er gegenüber unserer Zeitung sagte. Ein weiteres Schreiben ging an von Hoegen.

Das Thema wird in der Sitzung am Donnerstag, 30. November, auf die Tagesordnung gesetzt, wie von Hoegen sagte. Der öffentliche Teil beginnt um 17.30 Uhr im Rathaus auf dem Morlaixplatz. „Wir wollen noch einmal deutlich machen, was bei der Gestaltung der Verkehrsflächen bzw. Parkplätze geht und was nicht geht. Wir nehmen die Bürgeranregungen ernst, aber nicht alles, was gewünscht ist, kann auch umgesetzt werden“, betonte von Hoegen.

Was ist grundsätzlich geplant? In dem Teilstück der Kreuzstraße sollen beidseitig mindestens 1,20 Meter breite Gehwege hergestellt werden, ebenso ein Längsparkstreifen. Vor den Häusern 30 bis 46 ist dies aufgrund privater Stellplätze aber nicht möglich. Um den Parkplatzbedarf zu decken, so die Verwaltung, sollen Schrägparkplätze von den Häusern 23 bis 43 angelegt werden. Dagegen wenden sich Günter Römer und gleichgesinnte Anwohner. Das schräg angelegte Parken direkt vor den Fenstern wirke zu massiv. Zudem sei es gefährlich, mit dem Wagen Ausfahrten zu verlassen, weil vorbeifahrende Fahrzeuge zu spät erkennbar seien, lautet die Kritik.

Besonders auf den Nägeln brenne den Anliegern die unbefriedigende Parkplatzsituation. Die Kreuzstraße werde gerne von Mitarbeitern in der Nähe befindlicher Geschäfte und Firmen angesteuert. Auf diese Weise seien viele Stellplätze den (Arbeits-)Tag über blockiert.

Beigeordneter von Hoegen verweist darauf, dass hier nach erfolgtem Ausbau eine Bewirtschaftung der Stellplätze durch die Stadt die Anwohner entlasten könnte. Denkbar sei, von 9 bis 18 Uhr die Parkdauer per blauer Scheibe auf ein bis zwei Stunden zu reduzieren. In der übrigen Zeit könnte Anwohnerparken gelten. Das später festzulegen, sei aber letztlich Sache des Hauptausschusses.

Zurück zur Ausbauplanung: Die Fahrbahn wird 5,25 Meter breit (Asphalt). Parkplätze und Gehwege werden gepflastert. Die Längsparkplätze sollen 2 Meter, die schräg angelegten 2,50 breit werden. 22 neue Maste mit LED-Leuchten sind vorgesehen. Mehrere Bäume sollen gefällt werden.

Der Auftrag zur Sanierung des Kanals ist bereits vergeben worden, wie die Stadt Würselen mitteilte. Allerdings werden die Anwohner dadurch nicht beeinträchtigt. Die Straße muss nicht aufgebrochen werden. Baugruben, Lärm, Dreck und Umleitungen werden so vermieden. Die Sanierung erfolgt per Inlinerverfahren. Dabei wird das defekte Rohr von innen neu ausgekleidet, etwa mit Harz und/oder einem kleineren Innenrohr. Zuvor wird das alte Rohr nochmals per Kamera befahren, um die Hausanschlüsse exakt bestimmen und die Rohre entsprechend schneiden zu können. Ende November soll die Sanierung des Kanals beginnen und noch vor Weihnachten abgeschlossen sein.

Die Kosten für die Straßenbaumaßnahmen werden von der Stadt Würselen auf rund 740.000 Euro geschätzt. Der Anteil der Anwohner nach Kommunalabgabengesetz des Landes soll insgesamt 402.000 Euro betragen. Diese Summe wird nach den geltenden Kriterien auf die anrechenbare Grundstücksfläche umgerechnet. Das sollen 9,52 Euro pro Quadratmeter sein.

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