Kreativwerkstatt: Aus alten Stoffen soll Neues entstehen

Von: ssc
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Handtasche aus Krawatten und piffige Anstecknadeln: Ursel Deuster geht beim „Upcycling“ kreativ zur Sache. Davon machte sich auch AWO-Ortsvereinsvorsitzender Hans-Günter Reinders ein Bild. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. In einem Kleid aus lauter Krawatten war Ursel Deuster im Karneval unterwegs. „War ein echter Hingucker“, sagt sie. Ursel Deuster betreibt „Upcycling“, wie es neudeutsch heißt. Wie aus alten Stoffe neue Dinge entstehen können, zeigt sie in einer neuen Kreativgruppe.

In einem Kleid aus lauter Krawatten war Ursel Deuster im Karneval unterwegs. „War ein echter Hingucker“, sagt sie. Es gab viele Komplimente für die originelle Idee. Dass sie sich ihre komplette Garderobe aus alten Textilien schneidert, kommt zwar nicht alle Tage vor. Aber Accessoires und einzelne Kleidungsstücke stellt sie durchaus aus Altkleidern und anderen ausrangierten Dingen her. Sie betreibt „Upcycling“, wie es neudeutsch heißt. Und dazu möchte sie auch andere ermuntern. Wie es geht, zeigt sie ab Donnerstag, 21. Mai, in einer neuen Kreativgruppe.

Donnerstags sind alle, die schneidern, nähen, stricken oder anderes wollen willkommen im Alten Rathaus in Hoengen. „Wir sind ganz offen für Wünsche und versuchen, möglichst viele Dinge umzusetzen, zu denen die Gäste uns anregen“, sagt Deuster, die die Termine gemeinsam mit Maria Zillmer und Renate Dobrzanski veranstaltet.

Ursel Deuster ist überzeugt, dass dieses Angebot nicht bloß die ältere Generation anspricht, die mit Handarbeiten aufgewachsen ist. „Auch viele junge Frauen nähen heute wieder, weil ihnen der Gedanke der Nachhaltigkeit gefällt und es ja ein kreatives Hobby ist“, sagt Deuster.

Nachhaltig – so hat sie es gern. Sie trägt Anstecknadeln mit Blumen, die sie aus Stoffresten hergestellt hat und eine Handtasche, die ebenfalls aus Krawatten besteht. Ganz schön vielseitig verwendbar, dieser Halsschmuck der Herren. „Es gibt sicher unzählige Ideen, die man gemeinsam entwickeln kann“, freut Deuster sich auf die Treffen. Ein Nähkurs soll das Ganze nicht sein, auch keine Änderungswerkstatt. „Bei uns geht es darum, gemeinsam ungewöhnliche, originelle Dinge zu machen.“

Material ist ihr dazu stets willkommen. Nähmaschinen hat ein Sponsor bereits zugesichert – aber auch davon kann man nie genug haben, wie sie sagt. Und was alte Kleidung, Wolle, Accessoires angeht – auch über solche Spenden würde sich die Kreativgruppe freuen. Denn so können Dinge, die womöglich in den Müll wandern, zu schicken neuen Sachen werden. Deuster ermuntert gern: „Die Leute sollen mal in ihre Nähkästchen schauen. Was sie nicht mehr brauchen, kommt für uns vielleicht gerade richtig.“

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