Kreativ mit Kameras: Schüler beim Projekt von „Aber Hallo“

Von: Stefan Schaum
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Die Kamera war ihr Werkzeug: Amanda Kühnen (l.) und Melissa Yalcin haben im Projekt eine Fotogeschichte umgesetzt. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Ein gutes Foto, so heißt es, soll eine Geschichte erzählen können. Fügt man mehrere Aufnahmen hintereinander, kann daraus im Nu ein spannender Krimi oder eine rührende Love-Story werden. Und genau das haben jüngst zahlreiche Schüler der Alsdorfer Elisabethschule und der Europahauptschule gemacht.

In einem Medienprojekt mit der Jugendkunstschule „Aber Hallo“ haben die 14- bis 17-jährigen Teilnehmer sich eigene Geschichten ausgedacht und sie dann als Film- oder Fotoarbeit umgesetzt. „Uns ging es in erster Linie darum, einen bewussten Umgang mit den Medien anzuregen“, sagt Alexander Müller-Hermes. Denn der sei nicht automatisch gegeben – selbst wenn Kameras dank Smartphones zu ständigen Begleitern der Jugendlichen geworden sind.

„Bildhaft“ heißt das von der NRW-Landesanstalt für Medien geförderte Projekt. Insgesamt sind 4500 Euro in die Arbeit mit den Jugendlichen geflossen, 20 Prozent davon hat „Aber Hallo“ getragen. Dass davon auch Profis finanziert worden sind – nämlich die Filmemacher Markus Belde und Volker Waldeck sowie der Fotograf Andreas Basler – heißt nicht, dass die Jugendlichen einfach bloß nach Anleitung hantiert haben. Im Gegenteil: Mehr als Tippgeber bei der technischen Umsetzung der Geschichten durften die Experten nicht sein.

Eine Herausforderung

„Wir haben uns alles selbst ausgedacht“, sagt Hauptschülerin Amanda Kühnen, die an der Foto-Story „Der Unfall“ mitgewirkt hat. Im Anna-Park hatte ihre Projektgruppe die Aufnahmen gemacht. Die Handlung: Eine Gruppe Jugendlicher feiert ausgelassen im Park, trinkt dabei auch Alkohol und zieht dann weiter. Bis auf der Straße einer von ihnen überfahren wird.

Diese Story in zehn Fotos zu packen, war eine Herausforderung. „Manches Bild mussten wir 20 Mal und öfter machen, bis alles gestimmt hat“, sagt Amanda Kühnen. Teils schwierig – aber auch lustig, wie sie hinzufügt. Und Fotograf Andreas Basler ist mit der Arbeit seiner Schützlinge sehr zufrieden. Auch Kurzfilme sind entstanden, zum Beispiel ein Rapvideo, bei dem die Schüler die alte Bergmannsarchitektur der Kraftzentrale zur Kulisse gemacht haben.

Die Präsentation der Ergebnisse fand ebenfalls an einer besonderen Ort statt: im großen Saal des Alsdorfer Rathauses. Vor vielen ihrer Mitschüler zeigten die Projektteilnehmer, was sie geleistet haben. Sehr zur Freude auch von Dezernent Stephan Spaltner: „Man sieht in allen Beiträgen, dass ihr die Sache mit richtig viel Eifer abgepackt habt.“ Und dafür gab es einen Applaus, den die Teilnehmer ausgiebige genießen durften.

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