Herzogenrath - Kranken Kindern ein gutes Leben ermöglichen

Kranken Kindern ein gutes Leben ermöglichen

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Stellt auch sein neues Programm vor: Schirmherr Ingolf Lück.

Herzogenrath. Eine große Benefizveranstaltung zu Gunsten der Stiftung „Augenblicke” steigt am 2. Oktober, 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) im Schulzentrum Herzogenrath.

Der Comedian Ingolf Lück wird als Schirmherr der Stiftung zusammen mit Dirk Weiland durch den bunten Abend führen, der mit Highlights gespickt ist. So wird Lück einen Teil seines neuen Programms zum Besten geben.

Dazu darf sich das Publikum freuen auf das international preisgekrönte Comedian-Duo „Naseweiss” und ein Ensemble der Alt-Aachener Bühne, den Gospel Chor „NewPraise” aus Übach-Palenberg unter Leitung von Michael Kreutzkamp, die Showtanztruppe TSC Gold Aachen, das Schlager-Duo „Rosenrot”, die Lateinformation des TSC Blau-Silber Aachen, „City Rhythm” mit Jazz-Tanz, Musical-Sängerin Julia Schröder und Sängerin Andrea Nell.

Natürlich wird auch die Lehrerband „Just for Fun” des städtischen Gymnasiums Herzogenrath aufspielen. Die Stadt stellt die Aula des Gymnasiums kostenfrei zur Verfügung, alle Künstler treten ohne Gage auf. Die gesamte Veranstaltung wird von Einzelhändlern der Region unterstützt.

Als eine Form der Trauerbewältigung hatte das Paar Ilka und Jens Reißer, gebürtiger Niederbardenberger, nach dem Tod der Tochter Hannah die Stiftung „Augenblicke” ins Leben gerufen. Hannah wurde am 28. Oktober 2003 mit einem offenen Rücken (Spina Bifida) und Wasserkopf (Hydrocephalus) geboren und starb am 20. Februar 2007 an einer Hirnentzündung.

Die Stiftung kümmert sich um weitere betroffene Eltern und versucht, deren finanzielle Belastung wenigstens ein wenig zu mildern. „Viele Menschen können mit der Krankheit offener Rücken und Wasserkopf nicht viel anfangen. Das ist anders als beispielsweise bei Stiftungen für krebskranke Kinder. Für uns ist es viel schwieriger, Spenden zu sammeln”, sagt Jens Reißer.

Mit den Spendengeldern gehen die Reißers direkt in die Familien und helfen vor Ort: „Selbstständigkeit für die betroffenen Kinder liegt uns am Herzen.” Um sich frei bewegen zu können, müssen Häuser mit Treppenliften, Rampen oder Türverbreiterungen ausgestattet werden. Manchmal müssen Autos umgebaut werden. Delphin- und Reittherapien helfen den Betroffenen. Manche Familien haben dafür aber kein Geld.

Für einen Treppenlift zahlt die Krankenkasse einen einmaligen Zuschuss über 2500 Euro. Der Lift kostet aber zwischen 8000 und 20.000 Euro. „Die Stiftung Augenblicke unterstützt unbürokratisch ausschließlich Familien, die wirklich auf finanzielle Hilfe angewiesen sind”, sagt Jens Reißer. Das Geld fließt über Spenden und Benefizaktionen.

Hannahs Vermächtnis

Aber nicht nur finanziell will die Stiftung unterstützen, sondern betroffenen Familien und werdenden Eltern auch die Hand reichen. Ilka Reißer: „Wir wollen Informationen weitergeben, aber vor allem auch beratend zur Seite stehen. Einfach ein offenes Ohr anbieten, aber auch den Worten Taten folgen lassen, indem man Kontakte zu Ärzten, Therapeuten, Selbsthilfegruppen, Sportangeboten usw. herstellt oder Eltern zu Ärzten, Therapeuten und Ämtern begleitet. Wir möchten aber auch den Eltern Informationen zu den Behinderungen geben, ihnen Mut machen, um mit der Situation fertig zu werden. Wir helfen bei Amtsgängen und geben Rat im Umgang mit den Krankenkassen.”

„Augenblicke” möchte Kindern und Familien eine bessere Grundlage für ein zufriedeneres Leben ermöglichen. Jens Reißer: „Vielleicht ist unsere Tochter Hannah zu uns gekommen, um uns davon zu überzeugen, dass mehr für diese Kinder und deren Familien getan werden muss. Das wollen wir jetzt tun. Für uns ist die Stiftung zu Hannahs Vermächtnis geworden.”
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