Koya-Klavierquartett: Nichts als Meisterstücke geboten

Von: ehg
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Sorgt für ein wunderbares Klangerlebnis: das Koya-Klavierquartett im Pfarrheim von St. Pius. Foto: Karl-Heinz Klinkenberg

Würselen. Exquisite Kammermusik wurde jetzt den Besuchern der Konzertreihe „Pius am Mittwoch“ im Saal der Gemeinde an der Ahornstraße geboten.

Zu Gast war das Koya-Klavierquartett in der Besetzung Aki Sakamoto (Violine/Viola), Rainer Bartz (Violoncello) und Hella Westendorf (Klavier), alle drei renommierte Dozenten der Musikschule der Stadt Aachen, sowie Professor Gorja Kosuta (Violine/Viola), langjähriger Dozent an der Kölner Musikhochschule.

Unter dem Titel „Nichts als Meisterstücke – Meister der Romantik“ standen Klavierquartette von Gabriel Fauré und Johannes Brahms auf dem Programm des Konzerts, zu Beginn das viersätzige Quartett Nr 1 c-moll.

Es wird im ersten Satz von einem Hauptthema im punktierten Rhythmus beherrscht, das Violine und Viola in sehr gemäßigten Allegrotempo angehen. Es wird dann in typisch französischem tänzerischem Rhythmus in der üblichen Sonatenform verarbeitet. Im zweiten Satz kündigt sich der neue Ton des Impressionismus an, als dessen Vater Fauré in die Musikgeschichte eingehen sollte.

Nicht zuletzt haben zahlreiche Kenner das Adagio als den Höhepunkt von Faurés erster Schaffensperiode bezeichnet. Die Hauptthemengruppe des Finales besteht aus einem aufsteigenden Bratschenthema. Fürwahr eine wahre Meisterleistung der vier virtuosen Musiker.

Der zweite Programmteil gehörte dem großen Klavierquartett g-moll von Johannes Brahms. Die technisch versierten Musiker näherten sich mit Konzentration und ausgelassener Spielfreude dem kapitalen Werk. Von dem Zingarese-Charakter des Finales ausgehend, lassen sich auch die ersten drei Sätze des Werks deuten.

Das abschließende Rondo alla Zingarese ist formal das schlichteste Finale, das Brahms jemals geschrieben hat, ein einfaches Alternieren zwischen dem Rondothema in g-moll und wechselnden Episoden in anderenTonarten. Das gesamte Klangarsenal des „Zigeunervortrags“ verwandelte sich in vitalste Kammermusik. Eine meisterhafte Interpretation, die das Publikum zu regelrechten Beifallsstürmen hinriss.

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