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Kostensenkung im Luisenbad wird nur teilweise erreicht

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:
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Im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Luisenbad-Konzept: Fachbereichsleiter Sport, Hubert Sieprath.

Alsdorf. Hubert Siepraths Auftrag von der Politik war glasklar formuliert: Kosten senken und die Ertragsseite steigern beim städtischen Luisenbad mit Sauna. Um 100.000 Euro jährlich sollte der Regiebetrieb Sport mit Hubert Sieprath an der Spitze den städtischen Haushalt erleichtern.

Mit einem neuen Konzept, das zum 1. Januar 2013 griff, wollte der Fachbereichsleiter dieses Ziel erreichen. Die Grundpfeiler seines Plans: eine moderate Anhebung der Eintrittspreise, ein Club-Karten-System, bei dem monatliche Beiträge auf Jahresbasis für Familien berechnet werden, und eine Reduzierung der Betriebskosten, unter anderem durch personelle Umstrukturierung und Reduzierung der Öffnungszeiten. Ein Jahr später, zum Beginn dieses Jahres, kann Sieprath eine kleine Bilanz ziehen: „Das Personalkonzept ist voll aufgegangen. Die prognostizierten Einsparungen bei den Mitarbeitern haben sich erfüllt.“ Dies wurde etwa möglich durch die Reduzierung um eine halbe Stelle bei den Badewärterinnen, der Streichung des „städtischen“ Massageangebots und den Einsatz geringfügig Beschäftigter.

Noch nicht ganz die Erwartungen erfüllt, so muss Sieprath nach einjähriger Laufzeit einräumen, hat sich das Club-Karten-System: „Hier haben sich besonders Einzelpersonen beklagt, einige waren sehr verärgert und sind auch weggeblieben.“ Dies gelte für den Schwimm- und Saunabereich. Mancher Single könne nicht einsehen, warum er den gleichen Betrag fürs Schwimmen (monatlich 32 Euro) beziehungsweise fürs Saunieren (35 Euro) zahlen solle, wie eine fünfköpfige Familie.

Dass Einzelpersonen dennoch gegenüber den Tagespreisen sparten, reiche den Kritikern dieses Systems nicht als Begründung aus, musste Sieprath feststellen: „Aber es ging uns ja auch darum, den Familien mit diesem Angebot entgegen zu kommen“, betont er. Als Konsequenz der Unzufriedenheit der Einzel-Gäste von Schwimmhalle und Sauna, wolle man nun aber die Wiedereinführung von 10er-Karten zum Frühjahr diskutieren. Tendenz: Sie werden wieder kommen. „Vielleicht können wir mit diesem Angebot den einen oder anderen Gast wieder für uns gewinnen“, hofft Hubert Sieprath.

Mehr Gäste aus Kohlscheid

Einen Zugewinn verzeichnet er zumindest aus den Nachbarkommunen, besonders die Schließung der Kohlscheider Sauna spülte den einen oder anderen Euro in die Stadtkasse.

Eine ganz andere „Baustelle“ bereitete dem Fachbereichsleiter 2013 deutlich größere Sorgen: der Ausfall der Holzhackschnitzelfeuerungsanlage. „Nach einer ersten Schätzung sind Mehrkosten von über 60.000 Euro entstanden.“ Denn: Das Heizen und Wärmen des Wassers ersatzweise durch einen Ölofen hat finanziell mächtig zu Buche geschlagen im Vergleich zur energetischen Alternativlösung für das Luisenbad. Und noch ein negativer Nebeneffekt: Die beliebten Warmwasser-Badetage, an denen die Wassertemperatur auf bis 34 Grad Celsius angehoben wurden, mussten ausfallen. Auch das kostete Badegäste.

„Überraschend war der Ausfall dieser Heizanlage nicht, ihre Lebensdauer wurde mit zwölf bis 15 Jahren angegeben.“ Und diese war 2013 abgelaufen. Die Installation einer neuen Holzhackschnitzelfeuerungsanlage – Kosten: 175.000 Euro – ist abgeschlossen. Derzeit läuft die Einführungsphase der technisch fortschrittlicheren und daher auch ökonomischeren Anlage als deren Vorgängerin.

Für die Schwimmbegeisterten, Schulen und Vereine sowie die Saunafreunde ist die Investition in das neue Heizkraftwerk ein gutes Zeichen: Denn die Kommune wird nicht eine sechsstellige Summe in einen Ofen investieren, mit dem Gedanken an die Schließung des Luisenbades...

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