Kostenfreie und anonyme Beratungen zur Schwangerschaft

Von: mas
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Baesweiler. „Mit der Frau, nicht gegen sie“: Unter diesem Schwerpunkt referierte Cornelia Sahlmen im Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Soziales unter Vorsitz von Christian Schöneborn. Die diplomierte Sozialpädagogin stellte einen Bericht der evangelischen Beratungsstelle für Schwangerschaft und Schwangerschaftskonflikte vor.

Seit 25 Jahren unterhält das Diakonische Werk die Beratungsstelle, die an der Otto-Wels-Straße 2b in Alsdorf zu finden ist. Dort ist das Büro von Montag bis Freitag, 9 bis 12 sowie 14 bis 16 Uhr, geöffnet. Außensprechstunden gibt es in Würselen, Lindenstraße 6, und in Baesweiler in der Diakoniestation an der Mariastraße 2.

Wie ein Kind das Leben der Mutter, der Eltern verändern kann und was finanziell auf sie zukommt, ist ein Bestandteil der Beratung. Die Beratungsstelle ist staatlich anerkannt und hilft unter Umständen auch finanziell. Auch werden Hilfestellungen im Umgang mit dem „Behördendschungel“ oder mit dem Arbeitgeber geleistet.

Die Hilfen richten sich unter anderem an alleinerziehende Schwangere ebenso wie an junge Auszubildende.

Je nach Dringlichkeit, so legte Sahlmen dar, „wenn es sich beispielsweise um einen geplanten Abbruch handelt“, können die Termine auch kurzfristig vergeben werden. Der Beratungsbescheid erfolgt grundsätzlich schriftlich. Es gibt einen gesetzlichen Anspruch auf eine Schwangerenberatung. Zur Palette der Leistungen gehört auch die Sexualpädagogik – beispielsweise für Jugendgruppen.

Sehr gut frequentiert wird neben den Babypflege- und Massagekursen auch das Müttercafé in der Alsdorfer Luisenpassage. Auch Schwangere mit Migrationshintergrund oder schwangere Flüchtlingsfrauen nutzten das Angebot verstärkt. „Die Beratungen finden immer als vertrauensvoller Prozess statt und sind keine moralische Belehrung“, sagte die Referentin. Die Beratungen sind kostenfrei und anonym.

„Viele Schwangere, die zu uns kommen sind vom Partner verlassen worden“, berichtete Cornelia Sahlmen. Bei Härtefällen wird auch Hilfe über die Schwangerschaftszeit hinaus geleistet. Das nötige Geld kommt aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind“.

Die Beratung umfasst auch ungewollte Schwangerschaften, Fehlgeburten oder plötzlicher Kindstod. Auch bei Fragen um eine mögliche Behinderung des Kindes leistet die Beratungsstelle Beistand.

400 Frauen kamen im vergangenen Jahr zu Cornelia Sahlmen, davon 26 aus Baesweiler. Sorgen, dass die Leistungsvereinbarung von der Städteregion gekündigt wurde und die Arbeit demnächst erschwert oder ganz eingestellt werde, versuchte der Bündnisgrüne Rolf Beckers der Referentin zu nehmen. „Die Kündigung muss überhaupt nicht bedeuten, dass damit auch ein Stellenverlust einhergeht“, sagte er.

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