Kostenbremse für den Knoten

Von: Stefan Klassen
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Quo vadis? Aus Kostengründen
Quo vadis? Aus Kostengründen wird für den Knotenpunkt B 57n/L 240n eine Alternative zur bisherigen Planung gesucht. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. Überdimensioniert und viel zu teuer - die verantwortlichen Ministerien und Behörden hatten sich einige Kritik anzuhören, als vor gut zwei Jahren die Endplanung der Baesweiler Ortsumgehung B 57n bekannt wurde.

Erste Kostenschätzungen von 9,5 Millionen Euro für die 7,3 Kilometer lange Trasse waren damals auf 19,8 Millionen regelrecht explodiert. Begründung: die Baupreisentwicklung und vor allem eine geänderte Planung der B 57n-Anbindung an die L 240n. Dort soll der Verkehr über ein aufwändiges und somit kostspieliges Brückenbauwerk mit Unterführung fließen, steht in den Zeichnungen. Noch. Denn die Planung dieses millionenteuren Knotens befindet sich momentan aus Kostengründen auf dem Prüfstand.

Reicht nun doch als Anbindung an der Schnittstelle L 240n und B 57n ein großzügig ausgebauter Kreisverkehr? „Der Bund hat uns signalisiert, dass die derzeitige Planung sehr teuer ist”, sagt Mirjam Grotjahn, Sprecherin des Landesministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, auf Anfrage. Und er habe „in Auftrag gegeben, nach einer kostengünstigeren Lösung ohne eine Unterführung oder Brücke zu suchen”. Die Ministeriumssprecherin konstatiert, dass man „mit der jetzigen Planung nicht glücklich” sei. Der Landesbetrieb Straßen NRW, der Planung und Bau der Ortsumgehung B 57n koordiniert, solle nun „schnellstmöglich Alternativen prüfen”.

Bis zu einem Ergebnis liegt somit die bisherige Planung des Knotenpunkts erst einmal auf Eis. Was Arnd Meyer, Projektleiter für die B 57n bei Straßen NRW, etwas Kopfschmerzen bereitet: „Ich brauche nämlich bis zum Jahresende ein Signal, welche Lösung für die Anbindung dann tatsächlich umgesetzt wird.” Im Laufe dieses Jahres stehen beim Bau des zweiten Teilstücks der Ortsumgehung - das erste als Umfahrung von Setterich wurde vor wenigen Monaten für den Verkehr freigegeben - unter anderem Arbeiten für zwei Brücken auf Meyers Arbeitsplan. Danach aber müssten die weiteren Aufträge ausgeschrieben und vergeben werden, damit sich das Gesamtprojekt nicht noch weiter verzögert.

Eigentlich hätte die komplette Strecke schon fertig sein sollen. Das Datum der Fertigstellung ist bereits seit längerem auf 2014 hochgesetzt.

Bereits Thema in Bund und Land

Die Kritik an den geplanten Kosten für die B 57n beschäftigte bereits die Bundes- und Landespolitik. Die Grünen hatten Ende 2009 jeweils Anfragen an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sowie die damalige NRW-Landesregierung gestellt.
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