Kosten für das Kubiz: Stadt muss nochmals draufzahlen

Von: Karl Stüber
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Die Warnlampe steht auf Gelb: Erneut wird das Herrichten der Kraftzentrale für das Kultur- und Bildungszentrum teurer. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Wie teuer wird denn nun das Großprojekt Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) auf dem Annagelände in Alsdorf? Derzeit laufen etliche Köpfe und Rechner zur Klärung dieser Frage heiß, „um die genaue Höhe der bis zum Bauende zu prognostizierenden Gesamtkosten zu ermitteln“, ist aus dem Rathaus zu hören.

Beteiligt daran sind ein neutraler Bausachverständiger, der Generalplaner gmp und der beauftragte Kostencontroller der Firma Ernst & Young – und natürlich Mitarbeiter der Stadtverwaltung Alsdorf sowie der Grund- und Stadtentwicklung GmbH (GSG). Das ist die städtische Gesellschaft, die das Kubiz für die Stadt federführend errichtet und nach Fertigstellung auch dem Schulträger gegen Miete zur Verfügung stellt.

„Ich weiß selbst noch nicht bis in alle Einzelheiten Bescheid“, ist Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) aber an einer fundierten und präzisen Klärung auch der Folgen interessiert, wie er auf Anfrage unserer Zeitung deutlich machte.

Das Ergebnis soll kurzfristig den Mitgliedern des Stadtrates auf den Tisch flattern, die am Dienstag, 6. Dezember, in öffentlicher Sitzung ab 18 Uhr (im großen Saal des Rathauses) über die entsprechende Erweiterung des Kostenrahmens zu entscheiden haben. Die Grünen hatten sich mit ihrem Antrag durchgesetzt, dies öffentlich zu beraten. Ihnen war zu Ohren gekommen, dass das eigentlich in nicht-öffentlicher Sitzung abgehandelt werden sollte, wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Friedel Wirtz deutlich gemacht hatte.

Wir erinnern uns an die bisherige Kostensteigerung beim Kubiz: Der ursprüngliche Kostenrahmen in Höhe von 40,3 Millionen Euro war bereits im November 2015 aufgrund statischer Probleme in der Kraftzentrale (Langhaus), also dem zu sanierenden Teil des Kultur- und Bildungszentrums, um gut 4,9 auf etwa 45,2 Millionen Euro erhöht worden.

Das war offenbar zu knapp kalkuliert. In der Verwaltungsvorlage für die Ratssitzung am Dienstag heißt es dazu etwas hölzern: „Im Zuge der fortschreitenden Arbeiten in der Kraftzentrale wurde deutlich, dass die geplante Kostenerweiterung einerseits aufgrund immenser Mehrmengen nicht auskömmlich ist und die Kosten des Neubaus (dort sollen Gymnasium und Realschule einziehen, d. Red.) andererseits ebenfalls in der Abrechnung zu Überschreitungen führen.“

Wer soll für die im Raum stehende Summe „plus x“ aufkommen? Über die Chancen, ob Regress möglich ist, soll in der Ratssitzung berichtet werden. Die Stadt Alsdorf geht davon aus, dass die Mehrkosten „durch zusätzliche Fördermittel, die Mitfinanzierung durch den Einsatz der Mittel aus dem Programm ‚Gute Schule 2020‘ und Einsparungen im Haushalt 2016 (nicht gezahlte Miete für das Kubiz, da die beiden Schulen erst zum Schuljahr 2017/18 einziehen sollen, d. Red.) komplett gedeckt werden“.

Der Umzug hatte um ein Jahr verschoben werden müssen, weil aus einer nicht korrekt verlegten Leitungsverbindung übers Wochenende erhebliche Mengen an Wasser in den fast fertiggestellten Neubau geflossen waren. Hier geht die GSG davon aus, dass die Haftpflichtversicherung des Unternehmens, das den Schaden verursacht hat, und die Bauleistungsversicherung der GSG die Kosten in Höhe von sieben Millionen Euro übernehmen. Ob am Ende wirklich alles abgedeckt wird, werde man sehen, hieß es.

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