„Kor-Trio“ begeistert die Zuhörer

Von: ch
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Die Evangelische Kirchengemeinde Alsdorf lud zu einem Konzert ein. Es spielte Flötist Nico Jeong, begleitet von Youngjun Choi (Cello) und Hyun suk Hong (Klavier). Foto: Wolfgang Sevenich

Alsdorf. „Kor-Trio“ heißt ein exzellentes Ensemble dreier junger Profi-Musiker, das eine beachtliche Schar von Besuchern in der Martin-Luther-Kirche zu Alsdorf begeisterte. Pfarrerin Elisabeth Peltner hatte bei der Begrüßung nicht zu viel versprochen, als sie ungeschmälerten Musikgenuss in Aussicht stellte.

Die Namen – zum Beispiel der von Nico Jeong, ebenso junger wie schon erfahrener Quer- und Blockflötist, stehen schließlich für Qualität. Wer genau hinschaute, sah auch die Ähnlichkeit mit dem- und Sohn des Chorleiter der Evangelischen Kirchengemeinde, Munik Jeong. Dessen Sohn wie die anderen beiden jungen Künstler, die Pianistin Hyun-Suk Hong sowie der an der Musikhochschule Düsseldorf studierende Youngjun Choi weisen durch ihre Namen auf den Sinn des Namens „Kor-Trio“ hin. Alle drei stammen nämlich aus (Süd-)Korea.

Individuelle Klasse

Den Beginn machten Cellist Youngjun Choi und Pianistin Hyun-Suk Hong mit dem „Lob der Ewigkeit Jesu“. Der spirituelle Charakter des Werkes von Olivier Messiaen, der auch Kirchenmusiker und Orgel-Komponist war, wurde stimmig in der Kirche von den langen Melodien des Cellos und den ostinaten Klängen des Pianos hörbar gemacht. Wie weit der junge Cellist schon in seinem Können und Selbstbewusstsein fortgeschritten ist, zeigte er bei der Interpretation der bekannten Cello-Suite Nr. 1 von Johann Sebastian Bach. Hier verband sich sein bescheiden-höfliches Auftreten mit ungeheuer Konzentration.

Nico Jeong ist trotz seiner jungen Jahre bereist ein Meister des Flötenspiels: er beherrscht perlende Läufe wie langanhaltende Töne. Und wechselt dabei schnell seine Instrumente (Querflöte und verschiedene Blockflöten) – oft sogar während der Sätze eines Stückes. Alle drei Musiker verfügen neben individueller Klasse über aber die Fähigkeit, auf den anderen zu hören. So gesellten sich zur immer wieder bezaubernden Schönheit der einzelnen Instrumental-Stimmen auch die Gleichmäßigkeit und Dichte des Gesamt-Klanges.

Im für Barock-Suiten und -Sonaten charakteristischen Wechsel von Sätzen strebte das Konzert von einem Höhepunkt zum nächsten. Georg Philipp Telemann war mit der Triosonate in F vertreten, des weiteren drei französischen Barock-Komponisten: Nach der Sonata in Dur von Michel Blavet mit der Spiccato-Ouvertüre und den Menuett-Variationen begeisterte das Trio zum Finale mit dem Zweiten Konzert von Michel de Monteclair.

Im tänzerischen Wechselspiel und dann wieder in kunstvoller Vereinigung der Instrumente sowie Stimmen zog das „Kor-Trio“ dabei die Zuhörer noch einmal in seinen Bann.

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