Kopfschmerzen auf den Grund gehen und behandeln

Von: Karl Stüber
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Entspannung durch gezielt eingesetzte Spannung: Physiotherapeutin Ute Gröling zeigt wie es geht. Foto: Karl Stüber

Würselen. Über vorübergehend auftretende Kopfschmerzen bei einer Grippe oder nach dem „einen“ Glas Bier zu viel können Kopfschmerzpatienten nur lächeln. Sie würden ihre Beschwerden gerne gegen diese tauschen. Stattdessen werden sie immer wieder von bohrenden Schmerzen gequält, meiden das Tageslicht, müssen sich hinlegen und vor Übelkeit übergeben.

Die Spannbreite von Kopfschmerzen ist sehr groß. Immer wieder auftauchende, ja chronische Kopfschmerzen werden schnell als Migräne bezeichnet, ohne sich darüber bewusst zu sein, was eine Migräne überhaupt ist. Das bedarf der (Auf-)Klärung.

Im nächsten Forum Medizin, das unsere Zeitung in Kooperation mit dem Medizinischen Zentrum Würselen und mit Unterstützung der Stadt Würselen vorbereitet, geht es um das weite Feld der Kopfschmerzen, ihre Ursachen, die richtige Diagnose und natürlich die wichtige Frage nach der passenden Therapie, um die Betroffenen von ihrer Pein zu befreien oder es ihnen zumindest zu ermöglichen, trotz ihres chronischen Leidens mit dem Handicap leben zu können.

Dies geschieht oft in Kooperation mit der MZ-Klinik für Schmerztherapie und Palliativmedizin. Das Forum findet am Mittwoch, 30. November, im Kulturzentrum Altes Rathaus statt. Generell wird unterschieden zwischen primären Kopfschmerzen, die selbst eine Erkrankung sind, und symptomatischen Kopfschmerzen, die ein Zeichen, ein Hinweis für eine andere Erkrankung sind, zum Beispiel eine Hirnblutung.

Physiotherapeutin Ute Gröling arbeitet am MZ mit stationären Patienten – auf Basis des jeweiligen ärztlichen Befundes und der verordneten Therapie, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung sagt. Sie und ihre Kollegen werden häufig im Zuge von Migräne und Spannungskopfschmerzen aktiv. Zum Beispiel kommt die „heiße Rolle“ zum Einsatz, ein mit heißem Wasser getränktes Handtuch, das dem Patienten kurz auf Schulter und Nacken gelegt wird.

Per „Weichteiltechnik“ werden oberer Rücken, Nacken und Schulter massiert, um Verspannungen zu lösen. Das Aufbringen von Kinesiotapes (Kinesiologie = Bewegungslehre; Tapes = elastische Klebebänder) wird für Stabilisierung und Entspannung der Muskulatur gesorgt.

Noch im Krankenhaus wird der Patient in speziellen Dehnungs- und Lockerungsübungen geschult, die er daheim fortsetzen kann – und soll. Dies diente nach Behandlung akuter Schmerzattacken auch der Vorbeugung, wie Physiotherapeutin Gröling sagt.

Aber nicht immer sind physiotherapeutische Maßnahmen angesagt. Bei Migräne könnte dies auch zu vermehrten Beschwerden führen, wie Patienten berichten.

Auffallend ist laut Gröling, dass unter Kopfschmerzen immer mehr Jüngere leiden würden – wohl infolge von Stress und Fehlhaltungen am Arbeitsplatz und auch bei privater Nutzung von Rechnern.

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