Alsdorf - Koordinierungsstelle „Wellcome“ vermittelt Ehrenamtler

Koordinierungsstelle „Wellcome“ vermittelt Ehrenamtler

Von: vm
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Setzen sich ein: Renate Wallraf, Leiterin der diakonischen Beratungsstelle Alsdorf, Claudia Martinelli vom Würselener Jugendamt, Wellcome-Koordinatorin Martina Hill, Christa Pauls vom Jugendamt der Städteregion und Regina Reimersdahl vom Jugendamt Alsdorf (v.l.). Foto: Muriel Dunke

Alsdorf. Es sind manchmal die banalen Dinge, die Stress reduzieren und den Alltag erleichtern können, wenn eine Familie gerade in die „Erweiterung“ gegangen ist: mal eine Stunde für sich, um lästigen Papierkram erledigen oder vielleicht die ersten Bewerbungen für den Wiedereinstieg in den Job zu schreiben oder nur, um eine Runde joggen zu gehen, damit der Kopf wieder frei wird und der Rest der Woche entspannter verläuft.

Wenn aber der Partner beruflich stark eingebunden, man alleinerziehend ist oder die Großeltern nicht greifbar sind, wird‘s eng und die Überforderung ist nicht weit. Für solch relativ simple Fälle, in denen für wenige Stunden pro Woche jemand aufs Baby und gegebenenfalls die Geschwisterkinder aufpassen soll, gibt es das bundesweit verbreitete Programm „Wellcome“.

Für Alsdorf, Baesweiler und Würselen hat Teamkoordinatorin Martina Hill in der in Alsdorf angesiedelten Stelle unter dem Dach der Diakonie eine Zwischenbilanz gezogen, der Landes-Jahresbericht für 2017 liegt noch nicht vor. Zusammengefasst für die drei Nordkreis-Kommunen: alles im Lot. Elf aktiven Ehrenamtlern stehen sieben Familien mit 19 Kindern gegenüber.

Im Detail handelt es sich bei den Unterstützern um ganz unterschiedliche Menschen, von der 23-jährigen Studentin bis zum über 70-Jährigen. Besondere Qualifikationen oder Hintergründe muss man nicht mitbringen, also weder im pädagogischen Bereich tätig gewesen sein noch Kinder haben. Ein erweitertes Führungszeugnis muss man vorlegen und sich im Gespräch mit der Koordinatorin als geeignet bewähren.

Auf der „Nehmerseite“ sieht es ebenso heterogen aus: „Wir haben eine Familie mit einem Kind, zu der zwei Ehrenamtler gehen, und eine Familie mit fünf Kindern, die von einem besucht wird“, erzählt Hill. Die Streuung verteile sich gleichmäßig auf alle drei Städte, „mit einem derzeitig leichten Überhang für Alsdorf“. Warum? Weil viele den Weg über das Mutter-Kind-Café Kiwi nebenan fänden. Die anderen über Zeitungsartikel, Mund-zu-Mund-Propaganda oder die Homepages der Städte.

Wenn es mit reinem „Babysitting“ nicht getan ist, vermittelt Martina Hill mit den Jugendämtern weitere Hilfen. Etwa einen Logopäden oder ein Haushalts-Organisationstraining. „Natürlich sensibilisieren wir die Ehrenamtlichen auch, auf Fälle von Kindeswohlgefährdung zu achten“, ergänzt Renate Wallraf, die das Diakonie-Beratungszentrum in Alsdorf leitet.

Kontakte hergestellt werde nur zu Familien mit Kindern unter einem Jahr, und die Begleitung darf nicht länger als drei bis sechs Monate dauern. „Wenn langfristig Unterstützung nötig ist, ist eine Vermittlung in eine Familienpatenschaft sinnvoll“, erläutert Hill.

Auch wenn sich derzeit Angebot (Ehrenamtler) und Nachfrage (Familien) die Waage halten, können sich Interessierte immer bei der Koordinatorin Martina Hill melden: Telefon 02404/94950 oder Telefon 0163/8000283, E-Mail: alsdorf@wellcome-online.de.

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