Kooperation mit Ansan soll Arbeitsplätze schaffen

Von: red
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In den Beziehungen zu dem südkoreanischen Ansan geht‘s aufwärts: (v.l.) Bürgermeister Jong Geel Je gibt die Richtung vor. Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Prof. Thomas Gries folgen dem gern. Foto: Roeger

Städteregion. Der Bürgermeister von Ansan (Südkorea), Jong Geel Je, und Städteregionsrat Helmut Etschenberg (CDU) haben die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit geschaffen. Im Rahmen des Besuchs einer Delegation aus Südkorea unterzeichneten sie am Montag eine Absichtserklärung (Letter of Intent) mit dem vereinbarten Ziel, eine strategische kommunale Partnerschaft zu gründen.

Professor Thomas Gries vom Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen (ITA) und die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologie mbH (Agit) sind bereits seit einigen Jahren in Südkorea aktiv und haben verschiedene wissenschaftliche und wirtschaftliche Kooperationen aufgebaut. Der Vorsitzende der Bürgermeisterrunde Dr. Tim Grüttemeier (Stolberg/CDU)) sagte, dass alle Kommunen sehr an einer nachhaltigen Partnerschaft interessiert sind.

Was macht Ansan für eine Partnerschaft so interessant? Ansan liegt südwestlich der Hauptstadt Seoul an der Küste zum Gelben Meer. „Etwa 745.000 Menschen leben bei uns auf einer Fläche von 150 Quadratkilometern und mir sind schon einige Parallelen zur Aachener Region aufgefallen“, sagte Bürgermeister Je. Konkret nannte er die „blühenden Landschaften“, die hohe Zahl an prosperierenden Industrieunternehmen (64.000 in Ansan!), die Hochschulen und die internationale Bevölkerung. Je hob aus seiner Delegation besonders einige Fachleute für Architektur, für Wasserwirtschaft sowie für Investments und internationale Förderprojekte hervor.

Mit dabei war auch Taewoo Kim vom Gyeonggi Technopark. Kim, der in den USA studiert hat und künftig der erste Ansprechpartner für die Region sein wird, stellte die ambitionierten Pläne zur Umsetzung einer Smart-City vor und wies besonders auf die rasante Entwicklung des Ansaner „Silicon Valley“ hin.

Frank Leisten von der Agit und Markus Terodde (Dezernent für Bildung, Jugend und regionale Entwicklung) nannten als Vorzüge der Städteregion die Zentralität am Dreiländereck, die Forschungsschwerpunkte der Hochschulen und Institute sowie die bereits ansässigen forschenden Unternehmen. Schon jetzt sind in Aachen, Baesweiler, Herzogenrath und Stolberg Unternehmen aus Südkorea aktiv.

TH-Professor Gries erläuterte die Dream-to-Lab-to-Fab-Idee (Dream2Lab2Fab). Im November des vergangenen Jahres hatte sein Institut gemeinsam mit den koreanischen Partnern, dem Korea Institute of Industrial Technology (Kitech) und der Sungkyunkwan University (SKKU), den deutschen Standort an der Vaalser Straße eröffnet. Im September dieses Jahres wird eine Delegation aus der Städteregion zur Einweihung des Pendants in Ansan erwartet.

„Beide Seiten wollen die Chancen der Zukunftsentwicklung Industrie 4.0 intensiv nutzen“, sagte Städteregionsrat Etschenberg.

Mit Blick auf die Provokationen des nordkoreanischen Regimes in Pjöngjang und der „kaum kalkulierbaren Haltung der USA“ wirbt Etschenberg für eine noch intensivere Kooperation zwischen Europa und Südkorea. „Von unserer Vereinbarung soll ein starkes Signal zur langfristigen und nachhaltigen Zusammenarbeit ausgehen.“

Eine besondere Rolle bei der angestrebten strategischen Partnerschaft mit Ansan reklamiert Herzogenrath für sich. Seit 2014 betreibt die Firma Unitech im dortigen Technologie-Park eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung und nutzt die geografische Lage als „Tor zu Europa“, wie Bürgermeister Christoph von den Driesch (CDU) sagte.

Die koreanische Firma hat ihre Zentrale in Ansan. Das Unternehmen entwickelt und produziert Klebe- und Dichtungsmaterialien. Von den Driesch sagte, dass sich weitere Firmen aus Südkorea aufgrund positiver Erfahrungen ihrer Landsleute in der Städteregion ansiedeln könnten. „Wir hoffen, einiges für die Region erreichen zu können, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.“ So war Herzogenrath am Nachmittag Ziel der Delegation aus Südkorea. Die Firmen Unitech und Aixtron standen auf dem Besuchsprogramm. Am Abend stand noch ein Austausch mit dem Kerkrader Bürgermeister Jos Som in Rolduc an.

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