Konzept der Stolberger Notschlafstelle für Jugendliche vorgestellt

Von: ehg
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Würselen. „Prämie 84” heißt die Notschlafstelle, die im Herbst 2010 in Stolberg als Projekt des Agnesheims vom Sozialdienst Katholischer Frauen in Zusammenarbeit mit dem Haus St. Josef eröffnet worden ist. Vorgestellt wurde es jetzt den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses.

Anlass für die Schaffung einer Notfallschlafstelle war der zunehmende Bedarf vor allem für Jugendliche, die durch die gängigen Angebote der Jugendhilfe nicht mehr erreicht werden oder diese nicht mehr annehmen können oder wollen. Besonders richtet sich das Angebot an Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen an den Rand der Gesellschaft geraten sind und die aus eigenem Antrieb aus dieser Situation nicht mehr herauskommen.

Die Notschlafstelle ist als „niederschwelliges Angebot” zu verstehen. Es möchte zumindest sicher-stellen, dass jungen Menschen eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung steht und sie mit Nahrung versorgt werden. Sofern dies von ihnen gewünscht wird, wird ihnen ein Angebot weiterführender Hilfen gemacht.

Schutz vor Gefährdung

Auf diesem Wege soll ein Schutz vor Obdachlosigkeit, drohender Kriminalität, Zwang zur Prostitution und gesundheitlicher Gefährdung geboten werden. Das Haus verfügt über neun Plätze, koedukativ, und ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Die Zielgruppe liegt in der Regel zwischen dem 14. und 17. Lebensjahr. In Ausnahmefällen können dort auch noch Heranwachsende bis zum 21. Lebensjahr übernachten. Die Notfallschlafstelle bietet den Jugendlichen neben der Übernachtung die Versorgung mit Essen und Getränken, die Möglichkeit der Körper- und Wäschehygiene und Beratung.

Während der Öffnungszeiten von 19 bis 9 Uhr ist das Haus ständig mit Personal besetzt. Die Aufnahme der „Klienten” erfolgt zwischen 19 und 23 Uhr über das Jugendamt. Die Jugendämter der Städteregion stellen den Jugendlichen einen Berechtigungsschein aus, mit dem sie sich in der Notfallschlafstelle melden können. Sie stellt nicht nur die Grundversorgung sicher, sondern bietet auch die Möglichkeit, die Jugendlichen auf ihrem nächsten Schritt in eine positivere Lebenssituation zu unterstützen und zu begleiten.
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