Herzogenrath - Kontaktstelle bietet seit 15 Jahren Hilfe für Mobbingopfer

Kontaktstelle bietet seit 15 Jahren Hilfe für Mobbingopfer

Von: fs
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15 Jahre Mobbing Kontakt-Stelle: vl: Dr. phil. Josef Schwickerath, Christel Pott, Ulrich Lensing, Andreas Saßmannshausen, Christa Auf der Heiden, Pfarrer Rolf-Peter Cremer, Siegfried Kaminski. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Wenn Menschen an ihrem Arbeitsplatz gezielt schikaniert und benachteiligt werden, spricht man von Mobbing. Die Opfer tragen fast immer erhebliche seelische und körperliche Beschwerden davon.

Aus diesem Grund haben im Jahr 2001 das Bistum Aachen, der DGB Region NRW Süd-West, die KAB Diözesanverband Aachen und das Nell-Breuning-Haus die Mobbing-Kontaktstelle gegründet.

Die Mobbing-Kontakt-Stelle im Bistum Aachen schaut auf 15 Jahre Mobbingberatung zurück, und nahm dies zum Anlass, einen Blick auf die Entwicklung im Bereich Mobbing am Arbeitsplatz und Mobbingberatung zu nehmen. Christel Pott, Vorsitzende des Kuratoriums der Mobbing-Kontakt-Stelle, hieß die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unter ihnen Pfarrer Rolf-Peter Cremer, Referent Dr. phil. Josef Schwickerath, vom Ministerium Ulrich Leusing und Christa Auf der Weiden, Andreas Saßmannshausen, Aser-Institut Uni Wuppertal, Siegfried Kaminski (Bezirksregion), Andreas Saßmannshausen (Aser-Institut) und Hendrik Schmitz (MdL-CDU) herzlich willkommen.

Pfarrer Rolf-Peter Cremer, Leiter der Hauptabteilung Pastoral/Schule/Bildung, Bistum Aachen, hielt zunächst einen Rückblick: „Die Mobbing-Kontakt-Stelle, die heute 15 Jahre besteht, war von Anfang an nur durch eine gute und intensive Zusammenarbeit mehrerer Träger möglich.“

Der DGB – Deutscher Gewerkschaftsbund der Region NRW Süd-West mit Sitz in Aachen, die KAB – Katholische Arbeitnehmer-Bewegung der Diözese Aachen, das Nell-Breuning Haus in Herzogenrath und das Bistum Aachen, die mit der Mobbing-Kontakt-Stelle 2001 starteten, haben nach fünf Jahren mit Wirkung zum 1. März 2006 ihre Zusammenarbeit in einer Arbeitsgemeinschaft schriftlich manifestiert. „Gemeinsam sichern sie die Ausbildung von ehrenamtlichen Mobbingberatern und Mobbingberaterinnen, die für Mobbingbetroffene am Telefon und in der persönlichen Beratung zur Verfügung stehen“, so Cremer weiter. Über 100 Berater haben über den Zeitraum von 15 Jahren Tausende Mobbingbetroffene am Telefon und in der persönlichen Beratung zur Seite gestanden.

Seit 2002 gibt es die Mitarbeit der Mobbing-Kontakt-Stelle in der MobbingLine NRW, die federführend vom Ministerium für Arbeit und Integration des Landes Nordrhein Westfalen getragen wird, in Zusammenarbeit mit dem DGB NRW, den Partnern der evangelischen und katholischen Kirche, dem Institut für betriebliche Gesundheitsförderung der AOK und weiteren Organisationen.

Das Institut für Arbeitsmedizin, Sicherheitstechnik und Ergonomie e.V. sichert im Auftrag des Ministeriums neben dem landesweiten Erfahrungsaustausch auch die Auswertung der Fragebögen, die nach den Beratungstelefonaten von den Beratern ausgefüllt werden. „Dieses Netzwerk auf der Landesebene ist für uns ein wichtiger Garant für die Qualität der Beratungsarbeit und der Bearbeitung des Themas“, sagte Cremer.

Die Zahl der Anrufer hat sich in den vergangenen Jahren verringert; die Nachfrage nach einer persönlichen Beratung bei den Beratungsstellen in Aachen und Düren ist jedoch gestiegen. Auch wenn es für Berater am Telefon nicht befriedigend ist, wenn weniger Anrufe eingehen, so ist es für Mobbingbetroffene um so wichtiger, dass sie um ein niederschwelliges Angebot wissen, um dort ihre Konflikt- oder Mobbingsituation zu besprechen, meine Cremer abschließend.

Den Vortrag: „Mobbing verhindern und erfolgreich bewältigen“ hielt der Referent des Abends, Dr. phil. Josef Schwickerath, leitender Psychologe AHG Klinik in Überherrn-Berus. Anschließend gab es Gespräche mit den ehrenamtlichen Beratern.

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