Würselen - Konsolidierungspolitik in Würselen zahlt sich aus

Konsolidierungspolitik in Würselen zahlt sich aus

Von: ehg
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Würselen. Die Früchte gemeinsamer Anstrengungen zur Konsolidierung der Finanzen ernteten Rat und Verwaltung in der letzten Sitzung der am 25. Mai auslaufenden Legislaturperiode.

Wie Bürgermeister Arno Nelles „verkündete“, sei es nicht nur gelungen, 2012 nach zehn Jahren dank einstimmiger Beschlüsse wieder einen genehmigten Haushalt zu „fahren“, was mehr Rechtssicherheit gegeben habe.

Mehr noch: „Wahrscheinlich werden wir seit 1994 zum ersten Mal wieder einen ausgeglichenen Haushalt abwickeln können.“

Hauptaufgabe in der letzten Legislaturperiode sei es gewesen, die Finanzen in den Griff zu bekommen, blickte Nelles zurück. Es sei schwierig gewesen, allen Wünschen bei den Anstrengungen zur finanziellen Konsolidierung gerecht zu werden. Frustrierend sei es gewesen, wenn die Bemühungen durch Gesetzesänderungen konterkariert worden seien. Dennoch habe man nicht den Kopf in den Sand gesteckt. Am Ende seien die unermüdlichen Bemühungen doch von Erfolg gekrönt gewesen.

Für ihr Engagement bedankte sich Nelles bei seinen Kollegen aus dem Rat und der Verwaltung. Die Diskussionen seien zwar mit der nötigen Härte geführt worden. Nach den Sitzungen habe man sich aber immer noch in die Augen sehen können. Der Bürgermeister wünschte sich, dass diese Streitkultur auch nach dem 25. Mai im Rathaus am Morlaixplatz fortbestehen werde.

Eigene Interessen zurückgestellt

Dieser Erfolg sei nur erzielt worden, weil die Parteien ihre eigenen Interessen hintenangestellt hätten, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz. Aber auch, weil die Bürger die ihnen verabreichten bitteren Pillen in Form von Steuer- und Gebührenerhöhungen ohne Murren „geschluckt“ hätten. Bei aller Freude über den Erfolg mahnte er, das hohe Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

„Es kommen noch dicke Brocken auf uns zu!“, gab er vorab schon den noch zu wählenden 38 Mandatsträgern – sechs weniger als bisher – mit auf den Weg.

UWG-Fraktionsvorsitzender Theo Scherberich hielt den künftigen Rat an zu überlegen, von welchen Projekten sich die Stadt verabschieden könne, wie zum Beispiel Merzbrück. „Wir brauchen das Geld, das in sie gesteckt werden soll, um weiter erfolgreich sein zu können.“ Der Abbau der Schulden dürfe nicht in Vergessenheit geraten.

Weiteres Wasser in den Wein goss FPD-Fraktionsvorsitzender Hans Carduck: „Der Zeitpunkt, sich gegenseitig auf die Schultern zu klopfen, ist noch nicht gekommen.“ An Beispielen veranschaulichte er, dass innerhalb des investiven Bereiches noch eine Menge zu erledigen sei. Um eine größere Verfügungsmasse zu bekommen, brauche man ein neues Gemeindefinanzierungsgesetz.

Den guten Weg weiter gehen

Die Bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende Dr. Renate Knauf hatte nur einen Wunsch, „dass wir auch nach der Wahl gemeinsam einen guten Weg beschreiten werden“. Dazu der Bürgermeister in Anlehnung an ein chinesisches Sprichwort: „Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt, den haben wird in der zu Ende gehenden Legislaturperiode mit Erfolg getan.“

Zum letzten Mal meldete sich nach 30-jähriger kommunalpolitischer Arbeit Vize-Bürgermeister Harald Gerling zu Wort.

Im Namen aller, die sich mit ihm von ihr verabschiedeten, bedankte er sich bei allen Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit. „Es hat sich gelohnt, sich für das Wohl der Bürger einzusetzen“, räumte er offenen Herzens ein, dass bei ihm auch schon mal die Gäule durchgegangen seien.

Harald Gerling erlebte fünf Bürgermeister: Bernd Thielen, Martin Schulz, Wolfgang Peltzer, Werner Breuer und in seiner letzten Legislaturperiode Arno Nelles.

Er erinnerte nicht zuletzt an die zu seiner Zeit verstorbenen Ratskollegen, die da waren: Edmund Roß, Franz Kurth, Adolf Lengersdorf, Heinz Poque, Willi Klever, Franz Pütz, Karl-Heinz Viehoff, Gerd Sommer und Ferdinand Schniedermeier.

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