„Kompetenzchecker” hilft beim Sprung ins Berufsleben

Von: Daniel Gerhards
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Was ist zu tun, damit es mit dem Traumjob klappt? Jessica Matussek (l.) und Justine Körlings informieren sich bei der Präsentation zum „Kompetenzchecker”-Programm über viele verschiedene Berufsbilder. Foto: Daniel Gerhards

Baesweiler. Die Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben vieler Jugendlicher. Solange die jungen Erwachsenen noch die Schulbank drücken, wirkt die Berufswelt sehr fern.

Damit die Schüler eine Vorstellung von dem Alltag in der Arbeitswelt und von einzelnen Berufsbildern bekommen, nahm die Realschule Setterich am Programm „Kompetenzchecker” teil.

Dieses Programm soll den Jugendlichen helfen, sich auf dem Ausbildungsmarkt zu orientieren. Es wurde mit Unterstützung der Stiftung „Partner für Schule”, der Bundesagentur für Arbeit und dem RWE veranstaltet.

Dazu nahmen 70 Schüler der Jahrgangsstufe 9 an einem online-basierten Kompetenzfeststellungstest teil. „Dabei konnten die Schüler herausfinden, ob ihre Fähigkeiten und ihre Wünsche übereinstimmen”, sagt Schulleiter Michael Göbbels.

So kann der Test eine wichtige Hilfestellung auf dem Weg zur richtigen Ausbildungsstelle geben. Denn welcher Schüler weiß schon genau, wie der Arbeitsalltag eines Mediengestalters, einer Hotelfachfrau oder eines Krankenpflegers aussieht. Kombiniert mit einem zwei- bis dreiwöchigen Betriebspraktikum, bekommen die Jugendlichen so eine Vorstellung davon, welcher Job zu ihnen passt. Göbbels: „Das ist eine Vernetzung von Berufswelt und Schule. Wir wollen die Schüler schneller und besser an die Arbeitswelt heranführen.”

Damit auch ihre Mitschüler von den Erfahrungen in den Praktikumsbetrieben profitieren können, präsentierten die Jugendlichen das, was sie über die Berufsbilder gelernt haben, in der Aula der Realschule. Tim Krahe wurde durch das „Kompetenzchecker”-Programm auf dem Weg zu seinem Traumberuf bestätigt: „Ich habe ein Praktikum bei der Baesweiler Stadtverwaltung gemacht. Das hat mir sehr gut gefallen, weil es sehr abwechslungsreich war und ich mir vieles ansehen konnte. Ich könnte mir vorstellen, das später mal zu machen.”

Was zu tun ist, damit es mit einer Ausbildungsstelle in der Verwaltung klappt, weiß der 15-Jährige genau: „Die Noten in Mathe, Deutsch und Politik sind ziemlich wichtig.”

Aber nicht nur die Bestätigung des Berufswunschs ist ein Erfolg. Jessica Matussek machte ihr Praktikum als Fachmedizinische Angestellte. „Durch das Praktikum habe ich gemerkt, dass der Job nicht mein Ding ist”, sagt die 15-Jährige. „Trotzdem hat es mir geholfen. Es war schon wichtig, dass ich das mal gemacht habe.” Sie hat schon einen neuen Berufswunsch gefasst: „Ich möchte Chemielaborantin oder Mechatronikerin werden.” Dafür müssen die Noten in den Naturwissenschaften und Mathe stimmen. Jessica Matussek: „Meine Noten in Chemie sind gut, ich bemühe mich, noch bessere zu bekommen.”

Das die Schüler durch das „Kompetenzchecker”-Verfahren und die Praktika viel über die Voraussetzungen für ihren Traumberuf lernen, ist für Michael Göbbels besonders wichtig. „Die Schüler bekommen Tipps, worauf sie ihr Augenmerk legen sollten - auch schulisch”, sagt der Schulleiter. „Das ist für uns sehr gut. So können wir den Schüler noch mal die Wichtigkeit der Leistungen in der Schule verdeutlichen.”

Das gerade abgeschlossene „Kompetenzchecker”-Programm soll in der Settericher Realschule kein isoliertes Programm bleiben. Göbbels: „Wir wollen neue Wege gehen und den Übergang von der Schule zum Beruf weiter optimieren.” Dazu wird die Jahrgangsstufe 8 schon bald mit ihren Kompetenzfeststellungstests beginnen. Göbbels: „Wir wollen das in jedem Fall fortführen.”
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