5252667.jpg

Kommentiert: Zum fairen Preis

Ein Kommentar von Karl Stüber

Es ist ein Gebot der Fairness und der Vertragstreue, nach all den Jahren, in denen der niederländische Investor oder besser Projektentwickler Blok & Co. versucht hat, aus dem Singergelände etwas zu machen, seitens der Stadt Würselen auch noch bis Ende März den Befreiungsschlag zu ermöglichen.

Nicht nur dumm, sondern fahrlässig wäre es allerdings, wenn Verwaltung und Rat nicht an einer Alternativlösung basteln würden. Denn an eine Wende auf den letzten Drücker glaubt keiner mehr. Die Zeit, den Knoten zu durchtrennen, ist überreif. Das sieht offenbar auch Gelände-Eigner Groz-Beckert so und will tabula rasa machen, die Platte, das Areal putzen.

Die Gebäude werden immer mehr zum Problem. Sie verfallen, ziehen Dreck und Dreckiges an. Das kostet immer mehr Aufmerksamkeit und Geld. Verschwendetes und totes Kapital. Verwertbar ist das Gelände nur, wenn die Altlasten dort der beseitigt, der sie verursacht oder zumindest daran auch kräftig verdient hat. Der Wert der Fläche hängt letztlich von Planungs- und Baurecht ab. Das hat die Stadt Würselen. Will die nicht, kriegt der Eigner kaum was dafür – und umgekehrt.

Eine Win-Win-Situation also – oder beide Seiten verlieren. Also bitte realistisch und fair bleiben, aber auch beim Grundstückspreis. Trotz allen Nachholbedarfs bei der Infrastruktur bleibt Würselen als Wohnort gefragt. Sozialer Wohnungsbau und generell Mietwohnungen fehlen. Der Markt will bedient sein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert