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Kommentiert: Verhindern und lindern

Ein Kommentar von Beatrix Oprée

Auch wir hatten schon pädagogische Konzepte“, hat sich eine Leserin aus Baesweiler im Zuge der Kita-Streik-Debatte zu Wort gemeldet. Von 1968 bis 1979 ist sie selbst Leiterin eines Kindergartens gewesen.

Fachbegleitung habe es seinerzeit von der Pädagogischen Hochschule gegeben, ebenso qualifizierte Fortbildungen – bis das Geld ausging. „Die Kinder sind das höchste Gut der Eltern und der Gesellschaft, und glauben Sie, das wussten wir schon damals und handelten danach“, schreibt die Leserin.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer, dass die Gesellschaft diesen Umstand auch endlich honorieren sollte. Eine Aufwertung ihrer Berufe fordern auch die Sozialarbeiter und -pädagogen in den Kommunen. „Wir verhindern und lindern menschliche Krisen und Katastrophen“, machen sie auf eine Entwicklung aufmerksam, die meist im Verborgenen stattfindet.

Sie schützen Kinder vor Verwahrlosung, Misshandlung, Missbrauch, beraten bei Schwangerschaft, vermitteln Therapien, unterstützen Jugendliche vor Gericht sowie Pflegefamilien in allen ihren Belangen. Sie erstellen Gutachten in Sachen Sorgerecht und sind überhaupt Ansprechpartner für alle, „egal, ob jung, alt, arm oder reich“. Wachsende Zahlen an Ratsuchenden sind Zeugnis für den steigenden Bedarf angesichts immer neuer Herausforderungen für Kinder, Jugendliche und Eltern in unserem Land.

Davon können auch die Erziehungsberatungsstellen der freien Träger ein Lied singen. Das Augenmerk auf die wertvolle Arbeit des sozialpädagogischen Personals zu richten, es zu unterstützen und auszubauen, ist ein Gebot im Sinne des sozialen Friedens. Dabei dürfen die Kommunen, die letztlich die Rechnung zu begleichen haben, aber nicht alleine gelassen werden.

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