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Kommentiert: Parteisoldat und Parteistrategie

Ein Kommentar von Karl Stüber

Nordkreis. Wer Kommunalpolitik macht und sich so im besten demokratischen Sinne für die Allgemeinheit engagiert, möchte natürlich möglichst seine (politischen) Vorstellungen auch durchsetzen. Dafür bedarf es einer Mehrheit.

Die gibt es in Würselen. Dabei ist die CDU aber nur Juniorpartner der SPD. Das wurmt die Christdemokraten. Zudem stellen die Sozialdemokraten auch noch den Bürgermeister. Da wäre es nachvollziehbar, die jetzt anstehende Beigeordnetenwahl dazu zu nutzen, einen Fachmann der jüngeren Generation zu installieren, um ihn zum Bürgermeisterkandidaten aufzubauen.

Amtsinhaber Werner Birmanns hatte – als braver Parteisoldat und von der eigenen Couleur als Kandidat aufgestellt – bei der letzten Bürgermeisterwahl seinen Verwaltungschef Arno Nelles (SPD) aus dem Sattel zu heben versucht, was bekanntlich nicht gelang. Dass Birmanns, der bald 59 Jahre alt wird, bei der nächsten Wahl in 2020 nochmals von seiner Partei als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt wird, darf – bei allem Respekt – als unrealistisch gelten. Aber wie steht es mit einer dritten Amtszeit als Erster Beigeordneter?

Die CDU wäre gut beraten, genau zu überlegen, wie sie es ihrer Wählerschaft erklären will, dass bei Nominierung eines anderen Kandidaten die Position des Ersten Beigeordneten gemäß Koalitionsvertrag an Till von Hoegen gehen würde, wenn dieser von der SPD wieder für den Beigeordnetenposten ins Rennen gebracht werden würde. Zumal es erst zu beweisen wäre, dass ein anderer den Job von Birmanns besser macht und sich auch als Bürgermeisterkandidat profiliert. Wie es aus stets gut unterrichteten Kreisen heißt, gibt es in der CDU da zwei Lager.

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