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Kommentiert: Nackte Fakten oder über 1300 Unterschriften?

Ein Kommentar von Beatrix Oprée

Waren es tatsächlich nur die nackten Fakten, die letztlich ausschlaggebend für den Beschluss waren, der Bürgeranregung zum Erhalt der Grundschule Bierstraß stattzugeben?

Oder war es die Feststellung, dass die Initiatoren des Protestes im Endeffekt ein nicht zu unterschätzendes Wählerpotenzial aktiviert hatten? Wie den Berichten der Eltern aus besuchten Bürgersprechstunden der großen Koalitionspartner zu entnehmen, aber auch aus dem politischen Raum zu hören war, schien die Schließung des über 100 Jahre alten Schulgebäudes an der Bierstraße vor Monaten erklärter Wille zu sein – quasi als wünschenswerter richtig dicker Konsolidierungsbaustein in Rodas maroder Finanzlandschaft.

Allerdings: Da lagen auch die Analysen des Gutachters zur Schulsituation und daraus resultierenden Prognosen noch nicht vor. Und die erforderten, vor allem mit der nicht zu erwartenden Erkenntnis, dass die Schülerzahl der Förderschule wieder steigen, den Denkprozess in eine andere Richtung zu lenken. Wie dem auch sei: Der einstimmige Beschluss in Herzogenrath zeigt, dass es sich durchaus lohnt, sachkundig Initiative zu ergreifen. Und dass Politiker dem Bürgerwillen immer gerne folgen – auch wenn er zunächst nicht in den Kram zu passen scheint.

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