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Kommentiert: Jetzt kräftig rudern

Ein Kommentar von Beatrix Oprée

Fürs Gemeinwesen gilt Ähnliches wie für eine Ehe: zusammenhalten in guten wie in schlechten Zeiten. So sind Bürgermeister von den Drieschs Appelle an die Bürger zu verstehen, mit ins Boot zu steigen und kräftig zu rudern, bis der hausgemachte Finanzengpass überwunden ist. Was bleibt auch anderes übrig?

Das Publikum des Neujahrsempfangs trug jedenfalls mit Fassung, was ihm an Unwägbarkeiten für die nähere Zukunft angekündigt wurde. Das lag wohl mit am Optimismus, den der Erste Bürger geschickt zu verbreiten wusste. Und zu dem er haushalterisch auch Anlass haben mag. Zum einen wegen des ins Feld geführten 163-Millionen-Euro-Rücklagen-Arguments - mit dem der Verwaltungschef letztlich aber auch vor Augen führte, wie überflüssig der selbstverschuldete Absturz der Rodastadt ins Nothaushaltsrecht ist.

Zum anderen kann die Gewährung eines „Korridors“ (das heißt, die freiwilligen Ausgaben können dennoch weitgehend erfolgen), auf die der Bürgermeister nun hofft, landesweit fast als gängige Praxis betrachtet werden. Denn wie auch von den Driesch in seiner Rede anführte, genießen selbst Stärkungspaktkommunen durchaus finanzielle Spielräume...

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