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Kommentiert: Hundeklos, Cinram und der Abschied von einer Schule

Ein Kommentar von Karl Stüber

Hinter dem Ärger um eine als Hundetoilette genutzte Wiese in Merkstein steckt ein viel größeres Dilemma.

Es geht um den Konflikt zwischen artgerechter Haltung von Vierbeinern nebst genügendem Aus- und Freilauf und berechtigten Interessen wie Schutz von Eigentum sowie Natur- und Landschaftsschutz. Klar, wer als Hundebesitzer nicht die artgerechte Haltung seines Fiffi garantieren kann, muss sich kein solches Tier anschaffen, sondern sollte besser Fische im Aquarium halten.

Aber auch hier – wie in vielen anderen Bereichen des menschlichen wie tierischen Zusammenlebens auch – muss ein Kompromiss zu finden sein nach der Maßgabe: Die Freiheit des einen endet an der Freiheit des anderen. So ist es nur zu begrüßen, dass sich die Stadt Herzogenrath darum bemüht, in den Ortslagen Auslaufflächen zu schaffen.

Das sollte durch eine intensivere Unterstützung und Willensbildung im Stadtrat beschleunigt werden. Das heißt aber nicht, dass dabei ein ganz wichtiger Grundsatz außer Kraft gesetzt wird: Wer Sch... baut, muss das auch wieder gerade biegen – in diesem Falle einsammeln. Das ist und bleibt Aufgabe der Hundehalter. Das Zahlen von Hundesteuer ist kein Freibrief. Die Hunde können nichts dafür – die müssen eben.

Die Mitarbeiter von Cinram in Alsdorf haben es schwer. Nach dem Verlust von zwei Großkunden, Insolvenz des Unternehmens und Einstellung der Produktion von CDs, DVDs und Blu-rays muss mal wieder ein neuer Besitzer gefunden werden. Zwei Angebote liegen auf dem Tisch. Eines wird von Arbeitnehmerseite als das einer Heuschrecke eingeschätzt, wie zu erfahren war.

Das andere kommt von einem modernen Familienbetrieb. Dieses soll nun näher unter die Lupe genommen werden. Angesichts der boomenden Logistikbranche wundert es auf den ersten Blick, dass es offenbar nur zwei ernsthafte Investoren geben soll. Das dürfte aber daran liegen, dass es bei dem anstehenden Deal darum geht, das restliche Cinram möglichst „am Stück“ zu veräußern.

Ginge es nur um die Gebäude und die Flächen und nicht auch um die Belegschaft und den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze, würden sich beim Ausverkauf weitaus mehr Interessenten melden. Insofern bemüht sich der Gläubigerausschuss, bei der Veräußerung des Alsdorfer Traditionsunternehmens seiner sozialen Verantwortung möglichst weit gerecht zu werden.

Im ausgedienten Gebäude des Gymnasiums in Ofden geht es kurz vor dem Abriss noch mal bunt zu. Für ehemalige Schüler und Interessierte ist der Besuch im Rahmen der „Offenen Atelierhäuser“ ein Muss.

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