Kommentiert: „Große Lösung“ überdenken

Von: Karl Stüber
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Foto: Walter Schmühl

Obdach zu gewähren, ist grundsätzlich Menschenpflicht. Hierzulande übernimmt das in der Regel der Staat bzw. die jeweilige Kommune. Das ist gut, aber die Betroffenen müssen sich auch auf (Verhaltens-)Regeln einlassen, wenn sie Hilfe in Anspruch nehmen wollen.

Das ist richtig. Das gilt für deutsche Staatsbürger wie auch Asylbewerber. Wenn es um die konkrete Unterbringung geht, führt das bisweilen zu Akzeptanzproblemen im Umfeld. Bislang wird in Würselen eine ausgeprägte Willkommenskultur für Asylbewerber gepflegt.

Dass sich die Stadt Würselen nach Jahren endlich um eine Verbesserung der Unterbringung von Obdachlosen an der Neustraße bemüht, ist überfällig, aber zu begrüßen. Allerdings ist die gemeinsame Unterbringung beider Gruppen fast unter einem Dach an der Neustraße eine Schnapsidee.

Es mag gut gemeint sein und auch angesichts der finanziell angespannten Lage der Stadt Würselen nachvollziehbar sein, aber Konflikte zwischen beiden Gruppierungen sind angesichts der jeweils eigenen Problematik und Traumata absehbar.

Das rechtfertigt aber nicht so manche herabwürdigende und pauschalisierende Äußerung von Kritikern. Die Stadt Würselen ist gut beraten, die „große Lösung“ mit Anbau für Asylbewerber nochmals zu überdenken. Die Sanierung, ja auch das Aufstocken des alten Gebäudes für Obdachlose sollte konsequent umgesetzt werden.

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