5252667.jpg

Kommentiert: Es wird fieberhaft gerechnet

Ein Kommentar von Karl Stüber

Dass das Großprojekt Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) in Alsdorf mal wieder teurer wird als geplant, ist ärgerlich. Schaut man denjenigen tief in die leicht geröteten Augen, die mit der Addition der zusätzlichen Kosten fieberhaft und verschwiegen beschäftigt sind, so sind auf der Netzhaut vorbeiziehende Zahlenkolonnen zu entdecken, die in die Millionen gehen.

Aber Wehklagen hilft nicht. Das weit fortgeschrittene Bauprojekt muss zu Ende gebracht werden. Die Schüler und Lehrer des Gymnasiums und der Realschule in Ofden sitzen auf gepackten Schultaschen, um endlich in ihre neuen Räume umziehen zu können.

Wie stets gut unterrichtete Kreise zu wissen glauben, wird sich durch die Mehrkosten und -aufwendungen der Umzug der Schulen allerdings nicht erneut verzögern. Zum Schuljahreswechsel 2017/18 soll es klappen. Das ist eine gute Nachricht. Kreative Zwischenlösungen sind weiterhin bei der Kraftzentrale gefordert. Wer bei Altbauen in die Tiefe und ins Detail geht, der findet fast immer etwas, was er gar nicht gesucht hat.

Da wird wohl die Fertigstellung eines Teils der Kraftzentrale, der die Begegnungsstätte für die Allgemeinheit enthält, nach der Verlegung der Schulen von Ofden nach Alsdorf-Mitte ein paar Monate auf sich warten lassen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Finanzierung der Zusatzkosten nicht als Milchmädchenrechnung erweist. In Würselen wird ebenfalls mit Millionen Euro jongliert – bei dem geplanten Neubau der Gesamtschule an der Krottstraße

Mitte Februar werden im Zuge des Ausschreibungsverfahrens erste konkrete Angebote auf dem Tisch liegen, die es zu bewerten gilt. Da könnte sich eine höhere Bausumme als die bislang gesetzten 23 Millionen über die 30 Jahre währende Bindung an einen privaten Partner als günstiger für die Stadt erweisen.

Aber es gibt außerhalb dieser Rechnung noch einige unbekannte Größen. So weiß die Stadt nicht, wie viel Geld sie das Herrichten der Baustelle kosten wird. Das Gelände steht unter dem Verdacht, Altlasten zu beherbergen. Wie teuer wird die Erschließung für den Verkehr? Wie steht es um ausreichende Entwässerung? So könnte es sein, dass auch im Würselener Rathaus bald fieberhaft Zusatzkosten addiert werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert