Nordkreis - Kommentiert: Die Kirche im Dorf lassen

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Kommentiert: Die Kirche im Dorf lassen

Ein Kommentar von Karl Stüber

Es geht um weit mehr als „nur“ die Versetzung von drei Gemeindereferenten der Großpfarrei St. Sebastian Würselen.

Es geht vielmehr um zwei wichtige Faktoren, die Kirche, ja kirchliches Leben ausmachen. Zum einen identifizieren sich Gemeindemitglieder weiterhin mit ihrer Kirche um die Ecke. Sie fühlen sich immer noch als Gemeindemitglieder von zum Beispiel St. Lucia. St. Sebastian ist weit weg. Das ist auf eine von der Kirche selbst eingeführte und lang gepflegte Tradition zurückzuführen, woran jetzt die Hauptpfarre und das Bistum gemessen werden.

Zum anderen wollen Gemeindemitglieder mit Blick auf diese Tradition genau dort Gemeindeleben erfahren, wo sie wohnen und leben. Sie wollen genau da abgeholt werden und sich einbringen können. Kirche muss seelsorgerisch und sozial vor Ort aktiv bleiben. Das Bistum soll die Kirche im Dorf lassen. Aber genau das wird in einer Gemeinschaft der Gemeinden immer schwieriger. Denn das Schaffen von Gemeinde-Großverbünden geschah aus Kostengründen. Neue Einheiten werden immer beschworen, wenn es darum geht, dass weniger mehr leisten sollen. Aus unterschiedlichen Vorstellungen, was Gemeindearbeit ist, entstehen so Konflikte. Nun verlassen drei das Boot. Wer übernimmt die Ruder? Selbst wenn die Stellen neu besetzt werden sollen, ist offen, ob sich geeignete Kandidaten einstellen.

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