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Kommentiert: Die Folgen eines Rückstaus

Ein Kommentar von Karl Stüber

Ist die Europaschule marode? Wenngleich unsere Zeitung dies mit keinem Wort behauptet hat, ist die Stadt Herzogenrath eifrig bemüht, schon den „Eindruck“ zu dementieren, weil sie als Schulträger verantwortlich ist.

An den Fakten ist jedoch nicht zu rütteln. Der Power-Point-Vortrag des städtischen Fachdienstes, der als Grundlage für die Informationen im zuständigen Fachausschuss diente, liegt der Redaktion vor. Die von uns veröffentlichten Fakten sind dort zu finden. Die Verwaltung hat schriftlich eingeräumt, dass die Sofortmaßnahmen im vergangenen Jahr der „Behebung von Mängeln der Kategorie Gefahr im Verzug“ dienten.

Für die bis 2021 geplanten weiteren Maßnahmen lässt das Rathaus wissen, dass es auch um die „Sanierung des Schimmelschadens“ geht. Schimmel ist also weiterhin Thema in der Europaschule. Schimmel fällt nicht vom Himmel. Er wächst und gedeiht im Feuchten. Er ist gefährlich für andere Organismen, auch für den Menschen.

Hat die Stadt zu lange mit der Sanierung gewartet? Eine Leserin merkte hierzu an: „Sanierungsrückstau nennt man sowas. Schade, dass es immer wieder Probleme bei unseren öffentlichen Gebäuden gibt.“ Recht hat die Frau. Die Erklärung der Kommune, warum sie so lange mit der Beseitigung der Ursachen wartete, ist entlarvend. Es geht mal wieder um Geld.

Ein Vergleich: Ein Fahrer, der mit einem Auto unterwegs ist, an dem ein Blinker und ein Scheinwerfer nicht funktionieren und dessen Auspuff schwarze Wolken von sich gibt, weil der Katalysator defekt ist, dürfte bei den ihn stoppenden Ordnungshütern Unverständnis ernten, sollte er erklären, er habe mit der Abstellung der Mängel noch gewartet, weil er „aus Wirtschaftlichkeitsgründen“ nur einmal die Werkstatt aufsuchen „und den laufenden Betrieb“ des Wagens nicht beeinträchtigen wollte.

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