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Kommentiert: Besser auf die Jüngeren hören

Ein Kommentar von Karl Stüber

Ein neues Sportzentrum für 5,2 Millionen Euro am Freizeitbad Aquana? Woher soll die klamme Stadt Würselen das Geld nehmen? Spinnen die? Nein! Die Rechnung ist einfach. Angesichts des außerordentlich günstigen Zinsniveaus käme die Kommune praktisch zum Nulltarif an die Millionen.

Es muss auch nicht die Kommune selbst als Schuldner auftreten. Ein externer Partner oder eine stadteigene Gesellschaft könnte den Neubau stemmen und Kredite schultern. Auch die Art der Tilgung liegt auf der Hand. Die Kommune wird Sportplätze, genauer Fußballplätze, schließen und als Bauland vermarkten. Angesichts der Beliebtheit der Wohnstadt Würselen im Speckgürtel des nahen Aachen dürfte die Vermarktung kein Problem darstellen und bringt weitere Neubürger nach Würselen.

Es gibt zwei Risiken. Zum einen weiß keiner so genau, wie lange das Zinsniveau so günstig bleibt. Schnelles Handeln und Umsetzen ist angesagt. Da sind Stadtrat und Verwaltung gefordert. Zum anderen gilt es, sich mit betroffenen Sportvereinen zu einigen. Fußballvereine sind Traditionsvereine.

Fragt man Ältere dort, so würden die lieber alles beim Alten, aber mit neuen Kunstrasenplätzen lassen. Fragt man Jüngere, die auf dem Platz und nicht daneben stehen, so sind die nicht nur körperlich, sondern auch ansonsten flexibler. Die können sich eher mit einem neuen Sportzentrum anfreunden. Würselen sollte auf die Jüngeren hören, denn denen gehört die Zukunft.

Und welche Vereine könnten oder sollten das neue Sportzentrum nutzen? Gesetzt ist natürlich DJK Armada, sonst macht die Umlaufbahn keinen Sinn. Für den Neubau der Gesamtschule fallen Trainingsplätze des VfR Würselen und der Rhenania weg. Ersatz gäbe es dann am Aquana. Und Teutonia Weiden ist auch nicht allzu weit entfernt. Letztlich kommt es darauf an, wie Fußballvereine agieren, wenn sie die erhofften Kunstrasenplätze nicht am Standort serviert bekommen.

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