Nordkreis - Kommentiert: Auf Kante genäht

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Kommentiert: Auf Kante genäht

Ein Kommentar von Beatrix Oprée

Letztlich 71 unter den kreisangehörigen Kommunen in NRW bekommen wegen mangelnder Jahresabschlüsse ihren Etat in diesem Jahr nicht genehmigt, hat Christoph von den Driesch analog zur nunmehr abgeschlossenen Umfrage des Städte- und Gemeindebunds in seiner Haushaltsrede dargelegt.

Weitere Infos darüber habe er trotz intensiver Recherche im Internet nicht gefunden. Nur Herzogenrath rage dort wegen der „intensiven Presseberichterstattung der AZ/AN bereits seit Januar in negativem Sinne“ hervor. Einspruch: Nicht etwa wegen der Berichterstattung ragt Herzogenrath negativ hervor, sondern weil die Stadt erst jetzt den ersten Jahresabschluss vorgelegt hat! Denn genau genommen bewegt sich die Rodastadt in einem viel „erleseneren“ Kreis: Denn es sind nur 13 Kommunen, die wie Herzogenrath bisher erst den Jahresabschluss 2008 haben.

Auf Anfrage schiebt Christoph von den Driesch nach: „Mich wundert, dass trotz der erheblichen Auswirkungen mangelnder Jahresabschlüsse allein in 71 kreisangehörigen Kommunen (das ist jede fünfte!) außerhalb Herzogenraths keine öffentliche Wahrnehmung stattfindet und auch die Kommunen ihre Bürgerschaft nicht informieren.“ Danke für die Feststellung, dass alleine wir unsere Leser gründlich in Kenntnis setzen!  Herzogenrath steuert auf viel größere Probleme zu: Der Haushaltsausgleich rückt in immer weitere Ferne. Wie sehr das Sicherungskonzept auf Kante genäht ist, zeigt, dass sich die für 2017 zuerst angekündigte Steuererhöhung durch eine einzige Variable auf dem Ausgabensektor in kürzester Zeit wieder erledigt hat.

Und keiner weiß, was noch alles passiert. Deutliche Worte spricht der Kämmerer in Sachen Städteregionsumlage. Ob die aber richtig interpretiert werden?

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